Kapitalverbrechen

Tödliches Beziehungsdrama: Frau (32) wollte sich trennen

In diesem Haus an der Höfestraße wurde das Verbrechen begangen.

In diesem Haus an der Höfestraße wurde das Verbrechen begangen.

Foto: Ingo Otto

Bochum.   Die 32-jährige Frau, die von ihrem Partner erstochen worden ist, wollte die Beziehung zu ihm beenden. Davon geht die Staatsanwaltschaft aus.

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Die 32-jährige Frau, die am Wochenende von ihrem Lebensgefährten (36) erstochen worden ist, wollte die Beziehung offenbar schon seit einiger Zeit beenden. Das teilte am Montagmorgen Staatsanwalt Danyal Maibaum auf WAZ-Anfrage mit.

„Wir gehen davon aus, dass sie ihm schon Wochen davor mitgeteilt hat, dass sie sich von ihm trennen will.“ Darin liege wohl auch das Tatmotiv. Das Paar war bereits seit einigen Jahren liiert und lebte in der relativ ländlichen Höfestraße im Stadtteil Laer.

Mann erhängt sich im Schlafzimmer

Maibaum geht davon aus, dass der Mann seine Partnerin im Laufe des Freitagabends im Schlafzimmer umgebracht hat. Die Obduktion in der Rechtsmedizin Essen ergab, dass er mit einem Küchenmesser mindestens sieben Mal in den Oberkörper der Frau gestochen hat, unter anderem ins Herz.

Das Opfer verblutete nach innen und außen. Nachher erhängte sich der Mann ebenfalls im Schlafzimmer mit einem Strick.

32-Jährige erschien nicht zur Nachtschicht

Entdeckt wurden die Leichen zwischen 0.30 und 0.40 Uhr. Die Eltern der Frau hatten sich Sorgen gemacht, weil sie von der Trennungsabsicht ihrer Tochter wussten und sie nicht erreichbar war. Am Abend hatte sich jemand aus der Arbeitskollegium die 32-Jährigen bei deren Familie gemeldet, weil sie nicht zur Nachtschicht erschien.

Die Eltern fuhren dann zur Höfestraße. Weil das Auto vor der Tür stand, aber niemand öffnete, brachen die Eltern die Tür auf, berichtet Maibaum. Auch die Polizei war bereits alarmiert und auch vor Ort. In der Wohnung fanden sie dann die beiden Leichen.

Gefunden wurde ein Abschiedsbrief

Gefunden wurden in der Wohnung auch handschriftliche Notizen und Zettel des 36-Jährigen. Den Inhalt könne man "als Abschiedsbrief deuten", sagte Maibaum. Weitere Angaben machte er zu den Schriftstücken nicht.

Der 36-Jährige ist bereits vor einigen Jahren zu einer Haftstraße auf Bewährung verurteilt worden. Worum es dabei ging, wurde noch nicht publik. Verfahren wegen Gewalt innerhalb der Beziehung gab es nicht.

Das Verfahren gegen den 36-Jährigen wird eingestellt, weil gegen Tote nicht ermittelt wird.

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