Monster Truck: Auf diesen Namen muss man erstmal kommen. Nach krawalligen Stunt-Shows mit gigantischen Geländewagen hat sich eine Theatergruppe benannt, die seit 2005 vor allem in der freien Kulturszene in ganz Deutschland mit bemerkenswert radikalen und freigeistigen Aufführungen für Furore sorgt. „Wir haben uns tatsächlich mal vor Jahren bei einer dieser Monster-Truck-Shows auf einem Parkplatz in Gießen eingeschlichen und uns gewundert“, erzählt Manuel Gerst, einer der drei Regisseure des Kollektivs. „Da wird Großes versprochen, aber was dann eingelöst wird, ist einfach erbärmlich.“

Mit „Marat / Sade“ von Peter Weiss ist ab Samstag die erste Arbeit von „Monster Truck“ in den Kammerspielen zu sehen: dies als Teil einer zweijährigen Kooperation mit dem NT Gent. Nur bis 14. Juli wird die Aufführung in Bochum zu sehen sein und wechselt danach an die renommierte Bühne in Belgien.