Unicef-Aktion

„Theater der 10.000“ macht Bochum zur Freiluft-Bühne

Bei der Aufführung „Theater der 10.000“ kann jeder mitmachen. Schauspielerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Bei der Aufführung „Theater der 10.000“ kann jeder mitmachen. Schauspielerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Foto: Unicef

Bochum.   Mit „Theater der 10.000“ macht Unicef am 11. Mai bundesweit auf „Kinder und Frieden“ aufmerksam. In Bochum werden noch Mitspieler gesucht.

Das gab’s noch nie: Am 11. Mai wird das „Theater der 10.000“ hundert Städte in Deutschland zu einer großen Schauspielbühne verbinden. Auch in Bochum können 100 Leute Teil der bundesweiten Theateraktion werden. Die Anmeldungen laufen.

Am 11. Mai um 12.19 Uhr gehen an 100 Orten gleichzeitig je 100 Menschen auf die Straße, um Teil einer XXL-Performance werden. Knapp zwei Wochen bleiben, um sich auf www.theaterder10000.de anzumelden und einen Platz zu sichern. Meldeschluss ist der 4. Mai.

Bundesweite Kampagne

„Mitmachen kann beim ,Theater der 10.000’ jede und jeder ab 16 Jahren. Es sind weder Vorkenntnisse noch schauspielerische Erfahrung nötig“, sagt Marina Alscher. Die RUB-Studierende ist Vorsitzende der seit einem halben Jahrhundert existierenden Unicef-Hochschulgruppe; sie hat die Aktion mit einem sechsköpfigen Orga-Team vorbereitet. „Theater der 10.000“ geht auf eine Idee von Unicef Deutschland zurück, die Aktion bildet den Endpunkt der zweijährigen Kampagne „Kindheit braucht Frieden“.

Simultan an hundert Orten

„Für die Teilnahme braucht man lediglich ein Smartphone mit Kopfhörern, rund eine Stunde Zeit, und Lust auf ein spannendes Erlebnis“, so Alscher. Grundsätzlich geht es um die Aufführung eines Theaterstücks zum Thema „Kindheit und Frieden“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer laden eine Audio-Datei mit dem Stück auf ihr Smartphone, die simultan um 12.19 Uhr für alle Orte deutschlandweit gestartet wird. „Über Kopfhörer erhält jeder Regie-Anweisungen und erfährt Details über den Ablauf der Story“, schildert Alscher, „alles andere ergibt sich dann durch die Aufführung selbst.“

Die Weichen neu stellen

In dem Stück werden die Teilnehmer zu Zeitreisenden aus der Zukunft. Von Kriegen, Krisen und Umweltkatastrophen gebeutelt, droht die endgültige Zerstörung unserer Welt. Die Menschen leiden – weil sie es nicht verhindert haben. „Doch es ist heute, im Jahr 2019, noch nicht zu spät, um die Weichen neu zu stellen und für eine bessere Zukunft zu sorgen“, umreißt Alscher die Stoßrichtung der Aktion.

Nach der Aufführung geht es auf dem Dr.-Ruer-Platz mit einem Familienfest weiter, bei dem auf die Aktivitäten der Hilfsorganisation Unicef aufmerksam gemacht wird. „Es gibt Malaktionen, Dosenwerfen und ein kleines Street-Festival“, erläutert Alscher. Die Eisdiele „I am Love“ und der Schnellimbiss „Onkel Buddy“ sind mit Ständen vertreten.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben