Studenten-Ratgeber

Student schreibt „Vier-gewinnt-Ratgeber“ für Mathe-Studium

Ansgar Scholten möchte mit seinem Buch dazu motivieren, das Mathe-Studium aufzunehmen - auch, wenn man sich selber nicht für ein „Genie“ hält.

Ansgar Scholten möchte mit seinem Buch dazu motivieren, das Mathe-Studium aufzunehmen - auch, wenn man sich selber nicht für ein „Genie“ hält.

Foto: Ingo Otto

Bochum.   Ansgar Scholten (23) hat ein Buch über seine Erfahrungen mit Mathe-Veranstaltungen an der Uni geschrieben. Er möchte zum Studium ermutigen.

Ansgar Scholten sieht sich selber auf keinen Fall als Mathe-Ass. Trotzdem hat er ein Buch über sein Mathematik-Studium geschrieben – was er aber klar von der üblichen Fachliteratur abgrenzt. Er selber bezeichnet es als „Vier-gewinnt-Ratgeber“. Sein Ziel: Der 23-Jährige möchte andere mit seinen Erfahrungen motivieren, das Studium anzufangen und durchzuziehen – auch, wenn Klausurnoten und Seminarinhalte abschreckend wirken.

Auf die Beweisführung kommt es an

Er habe in der Schule den Mathe- und Sportunterricht mit Abstand am liebsten gemocht – deswegen studiert er nun beide Fächer an der Ruhr-Uni und möchte sie später selber unterrichten. Aber: „In der Schule muss ich 90 Prozent von dem, was ich im Studium lerne, nicht vermitteln“, sagt er über die Mathe-Veranstaltungen. Nicht, dass sie ihm keinen Spaß machten – er habe insbesondere gelernt, logisch zu denken und sich lange zu konzentrieren. Ansgar Scholten macht hier einen Unterschied zwischen dem Rechnen, was in der Schule gelehrt wird, und der Mathematik, die nur noch wenig mit Zahlen zu tun hat. „An der Uni geht es hauptsächlich um die Beweisführung. Das kommt in der Schule bestenfalls in Ansätzen im Leistungskurs zum Tragen.“

Darauf, dass er an der Uni nicht zu den Besten gehören wird, hat er sich früh eingestellt. „Es gibt einen großen Unterschied zwischen ‘ganz gut in Mathe’ und ‘Mathe-Genie’“, sagt Ansgar Scholten. „In Klausuren kämpfe ich auch um die 50-Prozent-Hürde.“ Das sei jedoch normal: Nur wenige Mathe-Studenten seien auf die Eins vor dem Komma aus. „Viele sitzen in der Vorlesung und verstehen nichts. Dann kommt die Übung, in der man wieder nichts versteht.“ Zeitintensiv und knifflig seien zudem die wöchentlichen Übungszettel: „Es ist nicht realistisch, zu erwarten, dass ein Student sein Mathestudium durchzieht, ohne einmal Lösungen von jemand anderem abgeschrieben zu haben.“

Gute Lerngruppe ist das Nonplusultra

Deswegen gibt Ansgar Scholten auch Tipps für besseres Lernen: „Eine gute Lerngruppe ist das Nonplusultra im Mathestudium.“ Das Schreiben hat er übrigens eher zufällig für sich entdeckt: „Wegen einer Verletzung kann ich meine fehlenden Sportprüfungen noch nicht absolvieren. Die Wartezeit möchte ich sinnvoll überbrücken.“ Es sei übrigens ein Irrtum, dass ein Mathestudent für nichts anderes Zeit hat – „Das ist unnötige Angstmache.“

Schließlich hat er neben seinem Studium auch noch ein Buch geschrieben, das zweite ist auch bereits in der Mache und soll noch dieses Jahr erscheinen, ebenfalls im Tredition-Verlag. „Das ist ein Self-Publishing Verlag“, sagt Ansgar Scholten. Das bedeutet: Prinzipiell kann dort jeder veröffentlichen, die Bücher werden erst auf Anfrage hergestellt. Bis jetzt sei Ansgar Scholten mit seinem Erfolg zufrieden, insbesondere eine Rückmeldung habe ihn gefreut: „Ein Matheprofessor aus Ulm hat mir per E-Mail zu meinem Buch gratuliert. Das ist eine tolle Erfahrung gewesen.“

>> Mythos Mathestudium – das Buch

- Auf 260 Seiten gibt Ansgar Scholten einen Einblick in das Mathematikstudium. Auf 55 davon befinden sich Beispielaufgaben.

- Das Buch ist in 16 Kapitel aufgeteilt.

- „Mythos Mathestudium“ gibt es in drei Varianten: Als Hardcover für 22,49 € (ISBN: 978-3-7439-1020-1), als Paperback für 12,89 € (ISBN: 978-3-7439-1019-5) und als E-Book für 7,99 € (ISBN: 978-3-7439-1021-8).

- Ungefähr eine Woche nach Bestellung kann das fertige Buch in der Buchhandlung abgeholt werden. Wer online bestellen möchte, macht das am besten über www.tredition.de.

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