In äußerst schwierigem Fahrwasser gelingt es den Stadtwerken Bochum ein gutes Jahresergebnis 2017 zu erzielen. Bei der Vorstellung der Bilanz erläuterte Dietmar Spohn, als Sprecher der Geschäftsführung: „Dazu haben vor allem ein erfolgreiches Vertriebs- und Netzgeschäft sowie die Beteiligungsergebnisse beigetragen.“
Außer der vereinbarten Gewinnabführung in Höhe von 50 Millionen Euro dürfte sich die Stadt über die Konzessionsabgabe in Höhe von 21,6 Millionen Euro freuen.
Mitarbeiterzahl ist konstant geblieben
Aufgeschlüsselt in die einzelnen Konzernteile legt das Unternehmen die Umsatzerlöse von 104,9 Millionen Euro (Stadtwerke Holding), 438,1 Millionen Euro (Stadtwerke Bochum) und 171,3 Millionen Euro (Stadtwerke Bochum Netz) vor.
Rücklagen für Investitionen gebildet
Die Stadtwerke konnten im Jahr 2017 Rücklagen in Höhe von 38,3 Millionen Euro bilden.
Das Geld wird zum Teil für Investitionen im Bereich der Erneuerbaren Energien eingesetzt. So wird in diesem Sommer mit dem Bau des Windparks Borkum 2 begonnen. Die Anlagen sollen bereits im kommenden Jahr in Betrieb gehen.
Die Zahl der Mitarbeiter ist im vergangenen Jahr mit 663 Beschäftigten und 42 Auszubildenden im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Hier seien auch künftig, so Spohn, keinerlei größere Veränderungen vorgesehen.
Hervorstechend bei den Beteiligungen ist erneut die Gelsenwasser AG. Dort wurde im vergangenen Geschäftsjahr ein Ertrag in Höhe von 32,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Immerhin noch 2,7 Millionen Euro Ertrag verbuchte die 18-Prozent-Beteiligung über das Stadtwerke-Konsortium (KSBG). Hinzu kommen rund sechs Millionen Euro Beteiligungs-Ertrag aus dem Bereich Erneuerbare Energien.
Anteil in Bochum von 80 Prozent
Über die Holding Versorgung und Verkehr wurden Veräußerungsgewinne in Höhe von 21,2 Millionen Euro erzielt. Ein Verkauf der derzeit noch 2,2 Millionen Aktien, die die Stadtwerke für die Stadt Bochum halten, sei derzeit nicht geplant.
Wie Geschäftsführer Frank Thiel zur Entwicklung der Vertriebsgeschäfte betonte, seit der Absatz von Strom im letzten Jahr leicht gestiegen, ebenso die gelieferte Menge Gas, was natürlich Witterungsabhängig sei. „Wir konnten zudem unseren Marktanteil bei etwa 80 Prozent halten.“ Die Zahl der Kunden liegt bei 190.000. Dabei hätten 3500 gewechselt, dafür konnten 5000 hinzugewonnen werden.


