Mobilität

Stadt bastelt an Verkehrs-Konzept für den Bochumer Osten

Die Straßenbahn 302 fährt inzwischen nicht nur durch bis Langendreer-S-Bahnhof, sondern soll künftig auch Mark 51/7 erschließen.

Die Straßenbahn 302 fährt inzwischen nicht nur durch bis Langendreer-S-Bahnhof, sondern soll künftig auch Mark 51/7 erschließen.

Foto: Oliver Kühn

Bochum-Ost.   In Sachen Mobilität steht Bochum-Ost unter Beobachtung. Langendreer, Ostpark und Mark 51/7 sollen optimal vernetzt werden – auch mit der Uni.

Wohl kaum ein anderer Stadtbezirk befindet sich aktuell derart im Wandel wie der Bochumer Osten. Im Ostpark in Laer und Altenbochum entstehen um die 1000 neue Wohnungen, auf Mark 51/7 (ehemals Opel-Werk 1) tausende neue Arbeitsplätze, drumherum werden Laer sowie Werne und der Alte Bahnhof in Langendreer über Stadtumbaumaßnahmen aufgepeppt. Die neue Straßenbahnlinie nicht zu vergessen.

Gutachten in Auftrag gegeben

Es tut sich also so einiges im Ostzipfel unserer Stadt. Die Verwaltung will dieser positiven Entwicklung Rechnung tragen und passend dazu ein tragfähiges Verkehrs-Konzept auf die Beine stellen. „Wir müssen uns fragen, wie wir in Sachen Mobilität damit umgehen“, sagt Stadtbaurat Markus Bradtke am Rande einer Tour des Verwaltungsvorstandes durch den Bochumer Osten. Wie können die genannten Bereich untereinander optimal vernetzt werden? Und wie sieht die bedarfsorientierte Anbindung zu Ruhr-Uni, Hochschule und Gesundheitscampus aus?

Die Campus-Linie U 35 scheidet als Verkehrsmittel aus, das hatte sich bereits im letzten Jahr herauskristallisiert, als der Kosten-Nutzen-Faktor falsch berechnet worden war. Die Aachener Sachverständigengruppe IVV wurde jetzt mit einem Gutachten beauftragt. Zunächst wird ermittelt, wer im Zielgebiet wann und womit wohin fährt. Anschließend wird analysiert, ehe die Ergebnisse dann in konkrete Maßnahmen umgewandelt werden sollen.

Bis Ende des Jahres, hofft Stadtbaurat Bradtke, werde das Gutachten vorliegen. „Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse“, sagt er. Ganz genau wisse man aber auch dann noch nicht, wie und auf welche Weise der Osten in Zukunft mobil sein wird. „Das ist nur eine Prognose. Wir müssen die Situation über einen längeren Zeitraum immer wieder überprüfen.“ Und stets in enger Zusammenarbeit mit den politischen Gremien, die regelmäßig Zwischenergebnisse geliefert bekommen sollen.

Die Kosten für das von Stadt, Bogestra, Uni, Hochschule und Bochum Perspektive gemeinsam in Auftrag gegebene Gutachten liegen laut Bradtke knapp unter 100.000 Euro.

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