„Laterne, Laterne ...!“

St. Martinsfest an der Bochumer Propsteikirche hat Tradition

Die Jugendfeuerwehr Querenburg begleite mit flackernden Fackeln den Martinszug. Das Fest  an der Propsteikirche feierte zehnjähriges Jubiläum.

Die Jugendfeuerwehr Querenburg begleite mit flackernden Fackeln den Martinszug. Das Fest an der Propsteikirche feierte zehnjähriges Jubiläum.

Foto: Vladimir Wegener

Bochum.   Großer Laternenumzug der Gemeinde St. Peter und Paul und Rotary Club hat Tradition. Spenden sind für soziale Projekte an Bochumer Grundschulen.

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Beim Familiengottesdienst am Samstag entstand eine Atmosphäre der Wärme und des Lichts. Nicht nur, dass die Kinder der Katholischen Weilenbrink-Schule Martinslieder sangen und die Geschichte des Heiligen erzählten. Auch als Propst Michael Ludwig die Kinder in der Kirche bat, ihre Laternen zu erleuchten, strahlten die Augen vieler Besucher des St. Martinsfest in der Propsteikirche.

Zum zehnten Mal lud die Gemeinde St. Peter und Paul gemeinsam mit dem Rotary Club Bochum-Mark dazu ein, zu teilen und die Güte im Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. „Im ersten Jahr haben wir 700 Euro Spenden gesammelt. Diesmal werden es um die 10.000 Euro sein“, sagte Ludwig. Der Erlös geht in diesem Jahr an zwei Grundschulen. Zum einen bekommt die Gemeinschaftsgrundschule Fahrendeller Straße einige neue Spielgeräte. Zum anderen erhält die Hufeland-Schule Hilfe, um eine Elternbegleitung einzusetzen, die Familien in den Schulalltag integriert.

Mitarbeiter sind sehr freundlich

Nicht nur die umfängliche Kindertombola machte Freude. Ebenso das Kuchenbuffet, Bratwürste, Brezel und Waffelstand luden dazu ein, auf dem Kirchplatz zu verweilen. Eine Fotoshooting-Station bot Erinnerungen mit Laterne, Stände mit handgemachter Marmelade und anderen Nettigkeiten verführten zum kleinen Kauf. Extra aus Wanne-Eickel kamen Janine Kern (28) mit Tochter Leonie (4) und Katja Sawadenko (39) mit Sohn Sam (4). „Ich finde es hier sehr angenehm. Die Mitarbeiter sind freundlich zugewandt“, so Sawadenko.

Auch die Jugendorganisation Rotaract Bochum kümmerte sich um die Besucher. Die vierjährige Leonie suchte sich bei der Tombola eine Stoffpuppe aus, die sie sogleich herzte, ihr den Namen „Daisy“ gab und klarstellte: „Das ist eine Prinzessin!“. Mit einer Flamingo-Laterne und kunterbunter Leuchtqualle bildeten Leonie und Sam ein goldiges Duo.

Die Kinder und ihre selbst gebastelten Laternen sind das Herzstück des St. Martins-Umzugs, der von der Gemeinde und den Rotariern wieder sehr liebevoll gestaltet wurde. Drei Bläserkapellen flankierten den Tross, der von einem weiblichen St. Martin auf einem nicht allzu großen Ross angeführt wurde. Hinter ihr schritt die Jugendfeuerwehr Querenburg mit flackernden Fackeln über den Boulevard.

Das St. Martinsfest war gut besucht, aber nicht überfüllt, so dass ein entspanntes Miteinander jederzeit möglich war. Nicht nur Familien mit Kindern erfreute der vorwinterliche Abend im Zeichen des gütigen Soldaten. „St. Martin muss bleiben, egal wer kommt“, befand Hermann Köner, der mit Ehefrau Christel die Atmosphäre genoss.

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