Historischer Jahrmarkt

Retro-Rummel bleibt auch im zehnten Jahr ein Publikumsmagnet

Nana und Rabentochter besuchten den Steampunk-Jahrmarkt am Samstag.

Foto: Ingo Otto

Nana und Rabentochter besuchten den Steampunk-Jahrmarkt am Samstag. Foto: Ingo Otto

Bochum.   Der Historische Jahrmarkt in der Jahrhunderthalle bleibt ein Erfolgsmodell. Zum Auftakt am Samstag kamen 5000 Besucher. WAZ verlost Freikarten.

Der Historische Jahrmarkt bleibt ein Erfolgsmodell. Wurden zum Auftakt am Samstag beim Steampunk-Festival über 5000 Teilnehmer gezählt, waren es am Sonntag weitere mehrere tausend Besucher, die über den Retro-Rummel in der Jahrhunderthalle bummelten.

Eigentlich sei der Jahrmarkt „ein Zufallsprodukt“, sagt Albert Ritter. Zu ihrem Jahresempfang in der Jahrhunderthalle hatten die NRW-Schausteller 2006 zwei Uralt-Karussells aufgestellt: „als Deko“, berichtet der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes. Die Fahrgeschäfte machten sich im Ambiente des Industriedenkmals so gut, dass noch während des Empfangs die kühne Idee geboren wurde: Lasst uns hier eine Kirmes wie anno dazumal aufbauen, in dieser Form und Größe bundes-, wohl europaweit einmalig.

Alle Fahrgeschäfte sind vom TÜV abgenommen

Schaustellerfamilien aus ganz Deutschland machten sich daran, ihren vor einer halben Ewigkeit ausgemusterten Karussells neues Leben einzuhauchen. Ein Dutzend der Karussells dreht sich seit 2008 im Westpark – anfangs an zwei, inzwischen an vier Wochenenden. Motto: Probier’s mal mit Gemütlichkeit! Entschleunigung ist angesagt – auf dem Pferdekarussell aus dem Jahr 1878 ebenso wie auf dem Riesenrad Baujahr 1884.

Gleichfalls herzerwärmende Kontraste zu den Hochgeschwindigkeits-Katapulten, die die Meister des organisierten Erbrechens auf Crange & Co. rotieren lassen, bilden ein Autoscooter von 1950, die Raupe von 1926 (mit dem original hässlich-grünen Faltverdeck), eine Geisterbahn aus den 30er Jahren (mit echtem „Erschrecker“) und die „Fahrt ins Paradies“: eine 1939 erbaute hölzerne Berg- und Talfahrt. Allesamt aufwändig restauriert. Fahrtauglich. Vom TÜV abgenommen.

20.000 Besucher lockte der Jahrmarkt im vergangenen Jahr an. Bei der zehnten Auflage hoffen die Bochumer Veranstaltungs GmbH und der Schaustellerbund auf eine neue Rekordmarke – auch dank Zusatzformaten wie „Disco-Fieber“ (siehe unten) und „Rock’n’Roll anne Raupe“ (3.3.).

Familien genießen die Atmosphäre

Von Jahr zu Jahr mehr unter Dampf steht der Steampunk-Jahrmarkt: das europaweit größte Treffen einer noch jungen, herrlich verrückten Kreativ-Szene, die sich den dampfbetriebenen Anfängen des industriellen Zeitalters verschrieben hat. Ganz nah bei Jules Verne, in grandiosen Roben und Kostümen auf Expedition zum Mittelpunkt der Erde, schritten die Steampunker am Samstag dicht an dicht durch die Jahrhunderthalle, die seit 2015 die ideale Kulisse für die Zeitreise abgibt.

Vor allem Familien genossen am Sonntag die zuckerwattensüße Atmosphäre zwischen Kasperletheater und Kettenflieger. Dazu besteht auch an den nächsten drei Wochenenden (18./19. Februar, 25./26. Februar, 4./5. März) jeweils ab 11 Uhr Gelegenheit. Eintritt: 15 Euro für Erwachsene und 12,50 Euro für Kinder bis 14 Jahre (unter 80 Zentimeter kostenlos). Ein Familienticket für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet 50 Euro. Es gilt: einmal zahlen, den ganzen Tag fahren.

WAZ verlost Freikarten

Premiere beim Historischen Jahrmarkt feiert Freitag (17.2.) die „Disco-Fieber“-Party. Ab 18 Uhr dreht sich dann alles um die 1970er Jahre. Noch bis zum Dienstag (14.2.) können uns WAZ-Leser Fotos aus den 70er Jahren und die dazu passenden Geschichten zuschicken: WAZ-Redaktion, Huestraße 25, 44787 Bochum. Auch eine E-Mail ist möglich – und zwar an: redaktion.bochum@waz.de. Unter allen Teilnehmern werden dreimal zwei Freikarten verlost.

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