Wohnprojekt

Neues Wohnprojekt im Bochumer Ehrenfeld geht an den Start

Wo früher das Stadtarchiv im Bochumer Ehrenfeld war, entstehen nun ein Haus für generationsübergreifendes Wohnen.

Foto: Monika Kirsch

Wo früher das Stadtarchiv im Bochumer Ehrenfeld war, entstehen nun ein Haus für generationsübergreifendes Wohnen.

Bochum-Ehrenfeld.   Auf dem früheren Gelände des Stadtarchivs in der Kronenstraße entsteht ein Haus für generationsübergreifendes Wohnen. Der Abriss beginnt im Mai.

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Im Ehrenfeld geht ein groß angelegtes Bauprojekt bald an den Start. Ein Haus für generationsübergreifendes Wohnen entsteht an der Kronenstraße auf dem Gelände des ehemaligen Stadtarchivs. Im Vorfeld der anstehenden Bauarbeiten informierten die Investoren die Anwohner über die weiteren Pläne.

Das Interesse ist groß an diesem Abend. Der Gemeinschaftsraum im St. Mauritius Stift, wohin die Veranstalter die Interessierten geladen hatten, ist voll. „Uns war es wichtig, die Nachbarn so früh wie möglich einzubinden“, sagt Barbara Jessel, Vorsitzende des Aufsichtsrates der Krone eG. Gemeinsam mit dem Johanneswerk und dem Unternehmer Willi Gründer ist diese Teil eines Investor-Trios.

Solidarisches und vielfältiges Wohnen

Sie haben sich zum Ziel gesetzt, ein solidarisches, vielfältiges und in die Nachbarschaft integriertes Wohnprojekt zu realisieren. Dabei soll das Projekt auf drei Säulen fußen, in denen sich auch die Zusammensetzung des Joint-Ventures widerspiegelt. Es sind genossenschaftlicher Wohnraum, Miet-, Sozial- und Eigentumswohnungen sowie eine Pflegeeinrichtung geplant.

Im Rahmen des genossenschaftlichen Wohnens entstehen 21 Wohnungen, diese sind bereits alle vergriffen. Darüber hinaus sollen 55 Mietwohnungen geschaffen werden. 39 davon sind als Sozialwohnungen geplant. Zehn Eigentumswohnungen werden zu Marktpreisen verkauft. Alle Wohnungen seien durchweg barrierefrei geplant, sagt Willi Gründer, wenn auch nicht alle rollstuhlgerecht seien. Für die Pflegeeinrichtung sind 48 Plätze veranschlagt und außerdem ein ambulanter Bereich, der auch für Menschen mit Behinderungen offen sein soll.

Sorgen der Anwohner um die Parksituation

„Zudem soll ein Nachbarschaftsraum entstehen, der als Treffpunkt und Veranstaltungsort für das Wohnquartier genutzt werden kann“, sagt Frank Bachmann vom Johanneswerk. Neben den Räumlichkeiten sind ein 250 Quadratmeter großer Spielplatz und eine Gartenanlage geplant.

Die Sorgen der Bürger an diesem Abend drehen sich vor allem um die Parksituation. Und so müssen die Bauherren auch einräumen, dass diese sich während der aktiven Baumaßnahmen verschlechtern werde. Nach Abschluss der Arbeiten bestehe allerdings Hoffnung auf eine allgemeine Verbesserung. So werden zwei Tiefgaragen entstehen und die Parkplätze würden die Zahl der Wohnungen übersteigen, sagt Willi Gründer.

Bauarbeiten dauern zwei Jahre

Die Abrissarbeiten sollen im Mai beginnen. Nach Angaben der Bauherren werden die Abtragungen von sieben bis 17 Uhr stattfinden. Die Dauer der anschließenden Bauarbeiten werde voraussichtlich zwei Jahre betragen, so Jessel.

Um die Abriss einzuläuten, lädt die Krone eG am 15. April zum Abrissgrillen.

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