;Kindertagesstätte

Kita Fischerstraße in Gerthe erhält zusätzlich einen Neubau

In Nachbarschaft zur vorhandenen Kita an der Fischerstraße entsteht ein Neubau, um die U3-Betreuung zu gewährleisten.

In Nachbarschaft zur vorhandenen Kita an der Fischerstraße entsteht ein Neubau, um die U3-Betreuung zu gewährleisten.

Foto: Jürgen Theobald

Gerthe/Harpen  Dependance entsteht in Nachbarschaft. U-3-Betreuung sichern. Stadt baut Rückhaltemulden gegen Überflutungen in Harpen.

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. Die Kindertagesstätte an der Fischerstraße in Gerthe soll einen Neubau bekommen. Die Dependance ist nötig, weil die Nachfrage nach Kita-Plätzen, besonders in der U-3-Betreuung, ungebrochen hoch ist.

Am Standort Fischerstraße 69 in einer Sackgasse aber gibt es keine Ausbaureserven. Der Bezirk Nord sprach sich in seiner letzten Sitzung einstimmig für den Neubau aus.

Bis zu 120 Plätze

Die Einrichtung ist umgeben von Wohnbebauung und dem Landschaftsschutzgebiet Gerther Mühlenbach. So will die Stadt auf einem eigenen Grundstück in Nachbarschaft zur vorhandenen Kita eine neue bauen. Auch diese bleibt in städtischer Trägerschaft. Der Neubau ist für drei Gruppen vorgesehen. Zwei davon sollen als U-3-Gruppen geplant werden. Damit, so erläuterte Jörg Klingenberg vom Jugendamt in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Nord, gäbe es eine Kapazität von maximal 55 Plätzen (bei Ganztagsbetreuung höchstens 50). Davon sind 16 Plätze Kindern unter drei Jahren vorbehalten. Zusammen mit dem Bestandsgebäude böte die Kita dann 115 bis 120 Plätze.

Das neue Gebäude soll gegenüber der Hausnummer 10 im Bereich zwischen der Einmündung Freie-Vogel- und Kirchharpener Straße entstehen. Da es eine Dependance werden soll, können die Kinder während der Bauphase in der Kita bleiben.

Maßnahme wird mit Landesmitteln gefördert

Der zweistöckige Neubau wird barrierefrei erstellt mit einem Aufzug. Das Gebäude bekommt eine Fassade in einem Gold-Bronze Ton. Das Regenwasser von den Dachflächen soll versickern. Eine Anbindung an das Fernwärmenetz ist laut Verwaltung nicht möglich; deshalb wird die Kita über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizt. Die Gesamtkosten für den Neubau schätzt die Stadt auf 2,4 Millionen Euro.

Die Maßnahme wird gefördert aus einen Landes-Topf für finanzschwache Kommunen („Kommunalinvestitions-Förderungsgesetz“). Der Eigenanteil liegt bei 240 000 Euro. Die Kita Fischerstraße soll Ende 2019 fertig sein.

Laubbäume müssen gefällt werden

Erneut war Hochwasser im Stadtteil Harpen im Bezirk ein Thema: Um die Überflutungen bei Starkregen weiter einzudämmen, wurde ein Gesamtkonzept erstellt. Teil davon ist ein Graben mit Rückhaltemulde im topografischen Tiefpunkt zwischen Alte Werner Straße und Vinzentiusweg.

Das Tiefbauamt will den Entwässerungsgraben teils offen und teils verrohrt erstellen. Auf einer Freifläche ist zudem eine naturnahe Rückhaltemulde vorgesehen, die die Niederschläge mit einem kleinen Erdwall zurückhält und gedrosselt weiterleitet. Die Stadt will noch im Herbst mit dem Bau beginnen, der zehn Wochen dauern soll.

Dazu müssen acht Laubbäume – Eschen, Hainbuche und Ahorn – gefällt werden; das Tiefbauamt zahlt jeweils 1200 Euro pro Baum, damit soll Ersatz auf städtischen Flächen gepflanzt werden. Diese Bäume wachsen in ehemaligen Hausgärten. Die Gebäude selbst wurden bereits vor zwei Jahren abgerissen.

>>> INFO: Hochwasser-Schwerpunkt Ecksee


Die Gesamtkosten für die Hochwasser-Prävention im Stadtteil Harpen liegen bei 250 000 Euro. Der Bezirk Nord begrüßte das Vorhaben und entschied positiv.

Damit, so der Tenor, arbeite sich die Stadt zum Hochwasser-Schwerpunkt Ecksee vor. Indes ist dies nicht die letzte Maßnahme; gegen die Überflutung sind weitere bis 2020 vorgesehen.

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