Wohnen

Neubaugebiet in Bochum: Riesiger Andrang trotz hoher Preise

Erste Aktivitäten sind auf dem Neubaugebiet an der Querenburger Straße in Bochum-Wiemelhausen – oberhalb des Neuen Gymnasiums – schon zu erkennen.

Erste Aktivitäten sind auf dem Neubaugebiet an der Querenburger Straße in Bochum-Wiemelhausen – oberhalb des Neuen Gymnasiums – schon zu erkennen.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum-Wiemelhausen.  An der Querenburger Straße in Bochum-Wiemelhausen entsteht ein Neubaugebiet. Günstig sind die Häuser nicht, aber dennoch begehrt. Die Details.

An der Querenburger Straße in Bochum-Wiemelhausen entsteht ein großes Neubaugebiet. Viele Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser werden oberhalb des Neuen Gymnasiums gebaut. Inzwischen sind auch erste Bauaktivitäten zu sehen. Der Investor, die ebenfalls an der Querenburger Straße beheimatete Bollmann Bauen & Wohnen GmbH, lässt als Erstes die Baustraßen anlegen, ehe die Gebäude errichtet werden. Auf diese ist der Andrang bereits riesig.

Viele Bewerber auf Häuser im Neubaugebiet an der Querenburger Straße in Bochum

Obwohl noch kein einziger Grundstein gelegt ist, sind die Grundstücke und Häuser schon jetzt sehr begehrt. „Auf unserer Liste sind bestimmt schon mehr als 200 Adressen vermerkt“, sagt Gerhard Scholle von der Bollmann-Gruppe. „Dabei haben wir mit der Vermarktung noch gar nicht begonnen. Auch hier, am Neubaugebiet Querenburger Straße, zeigt sich einmal mehr, wie sehr neuer Wohnungsraum benötigt wird.“

Aktuelle Nachrichten aus Bochum – jetzt den kostenlosen Newsletter abonnieren

Dabei ist dieser gar nicht mal so günstig. „Wir liegen sicher nicht im Niedrig-Preis-Segment“, teilt Gerhard Scholle mit, der noch keine genauen Preise sagen kann. „Dazu fehlen noch zu viele Zahlen“, sagt er. Etwa die genauen Kosten für die Erschließung des 4,33 Hektar großen Areals. Und kein Bauunternehmer könne ihm jetzt schon sagen, wie hoch die Rechnung nach Fertigstellung der Häuser sein werde. Dafür boome der Markt zu sehr. Eines aber sei klar, so Scholle: die freistehenden Einfamilienhäuser werden mehr als 500.000 Euro kosten.

Doch für eben diese Einfamilienhäuser interessieren sich aktuell die meisten Suchenden, die sich bei der Bollmann-Gruppe melden. Abschrecken solle dies aber keine weiteren potenziellen Bewerber. „Interessenten sind noch lange keine Käufer“, weiß Gerhard Scholle aus Erfahrung. Von daher kann die Liste noch beliebig erweitert werden.

Für alle Interessenten gelten die selben Voraussetzungen. „Sie bekommen alle gleichzeitig unser Exposé zugeschickt“, versichert Gerhard Scholle. Anschließend gelte dann das Windhund-Prinzip. Heißt: Die Schnellsten bekommen den Zuschlag. Scholle hält dies für „die fairste Lösung“.

Bis es ein ernsthaftes Exposé gebe, wird es allerdings noch eine Weile dauern. Scholle hält Mitte 2021 für realistisch. Natürlich „gerne auch früher“. Aber das lasse sich zeitlich noch nicht seriös eingrenzen.

Zunächst geht es jetzt baulich darum, für die entsprechende Erschließung der Fläche zu sorgen. Am 28. Oktober wird der Erschließungsvertrag zwischen Stadt Bochum und Bollmann notariell beurkundet. „Das ist dann so etwas wie die Baugenehmigung“, erklärt Gerhard Scholle. Eigentlich sollte schon im Mai mit dem Bau der Straßen begonnen werden, doch Corona sorgte auch hier für Verzögerungen. Nun rechnet Scholle mit einer Bauzeit von neun bis zwölf Monaten, ehe mit dem Bau der Häuser begonnen werden kann.

Diese sollen im Idealfall Ende 2022 stehen und bezogen werden können. „Ein Einfamilienhaus braucht etwa ein Jahr“, sagt Gerhard Scholle, „ein Mehrfamilienhaus natürlich länger. Insgesamt 256 neue Wohnungen sollen an der Querenburger Straße am Ende entstehen.

Es wird 13 freistehende Einfamilienhäuser geben, dazu sechs Doppelhaushälften und vier Reihenhäuser. 23 Eigentumswohnungen stehen zudem in drei Mehrfamilienhäusern zum Verkauf. Hinzu kommen 21 Mietshäuser mit insgesamt 210 Wohnungen, die zum Teil öffentlich gefördert werden.

Die Kosten für die Erschließung inklusive Straßen, Geh- und Radwege, Beleuchtung, Versorgungsleitungen und Entwässerung belaufen sich der Stadt zufolge auf knapp 4,5 Millionen Euro. Für die Summe kommt der Investor auf. Laut Stadt wird bei der Bebauung auf eine ausreichende Anzahl von Stellplätzen geachtet, ebenso auf Elektroladesäulen. Ein Mulden-Rigolen-System soll für einen ausreichenden Überflutungsschutz sorgen.

Weitere Nachrichten aus Bochum lesen Sie hier.

Leserkommentare (6) Kommentar schreiben