Kommentar

Kunst braucht Pflege

WAZ-Kulturreporter Jürgen Boebers-Süßmann

WAZ-Kulturreporter Jürgen Boebers-Süßmann

Foto: WAZ

Bochum.  Die Bochumer Kunst Licht Tore sind eigentlich eine gute Idee. In schmuddeligem Zustand führen sie sich aber ad absurdum.

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Die „Kunst Licht Tore“ wurden 2003 durch die Stadt auf den Weg gebracht. Die Idee war und ist, durch Lichtinstallationen an den Einfallstoren von BO-City deren städtebauliche Struktur herausstellen. Denn die ist ungewöhnlich: Alle Wege in die Stadt führen durch Eisenbahnunterführungen. Sie bilden, in der Nachfolge der historischen Beckporte oder des Bongard-Tores, gleichsam die Stadttore des Industriezeitalters. So weit, so gut.

Bekritzelt und unleserlich

Aber das wäre dann auch schon alles, könnte man böse sagen. Zwar wurden teils renommierte Künstler aufgeboten, auch wurden die immerhin 16 Stadttore ausgehend von der Königsallee im Uhrzeigersinn nummeriert. Den meisten Bochumer ist diese schlichte Tatsache allerdings bis heute kaum bekannt. Viele sehen die Lichtkunst, wissen aber nicht, was es damit auf sich hat. Ein Blick auf die Info-Tafeln nutzt nichts, da die meisten bekritzelt und unleserlich sind. So mehrt sich 16 Jahre nach der ersten Öffnung der Licht-Tore der Ärger über den schmuddeligen Zustand der Brücken, zumal am Hauptbahnhof und am Bermudadreieck.

Im Bewusstsein verankern

Die „Kunst Licht Tore“ haben eigentlich nie die Kraft gehabt, sich als prägnante Stadttore im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Eine Charme-Offensive seitens Stadt täte da not. Von einer Reinigung der Unterführungen ganz zu schweigen.

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