Neubau

Kindertagesstätte Neuhofstraße wird ganz neu gebaut

Die Kita Neuhofstraße soll abgerissen und anschließend an der selben Stelle neu gebaut werden.

Die Kita Neuhofstraße soll abgerissen und anschließend an der selben Stelle neu gebaut werden.

Foto: Jürgen Theobald

Weitmar.   Das alte Gebäudes ist marode. Während der Bauphase sollen für die Kinder Container aufgestellt werden. Doch deren Standort ist umstritten.

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Das Gebäude der städtischen Kindertagesstätte an der Neuhofstraße, errichtet in den 70er Jahren, weist Feuchtigkeitsschäden auf, die Wärmedämmung macht Probleme. Die Stadt hat es untersucht und kam zum Ergebnis: Ein Erhalt lohnt nicht mehr. So soll die Kita abgerissen und an alter Stelle neu gebaut werden.

Jörg Klingenberg vom Jugendamt erklärte in der Bezirksvertretung Südwest: „Wir werden die Einrichtung auch erweitern, zumal der Bedarf an U 3-Plätzen steigt. Der Druck auf Kita-Plätze ist so hoch wie nie.“ Der Neubau wird fünf statt wie bisher drei Gruppen haben mit 95 statt 70 Kindern.

Bau wird in Terassenform angelegt

Das Bochumer Architektenbüro Banz und Riecks hat inzwischen den Planungsauftrag erhalten, das auch die Kita Zillertalstraße in Riemke gebaut hat und die Am Sattelgut in Dahlhausen baut. Vorgesehen ist ein quadratischer Baukörper, der wegen des Gelände-Gefälles in Terrassenform angelegt wird, somit ein- und zweigeschossig wird. Nach dem politischen Beschluss im Bezirk kann der Bauantrag gestellt werden. „Ich rechne damit, dass wir etwa im Februar 2018 mit dem Abriss beginnen können. Die Bauphase dauert dann gut ein Jahr“, so Klingenberg.

Um die Kita-Kinder während der Abriss- und Neubauphase, die er auf zwölf bis 18 Monate schätzt, weiter betreut werden können, soll ein Provisorium geschaffen werden. So ist geplant, sie in Containern unterzubringen, wie es auch an der Kita Baarestraße geschah. Doch die Standortauswahl ist nicht unumstritten: Die Container sollen Am Kuhlenkamp aufgestellt werden, in Nachbarschaft zu den Flüchtlingsunterkünften. „Hätte den Vorteil, dass die Kinder den dortigen Spielplatz mitnutzen können“, so Olaf Fischer von den Zentralen Diensten.

Starker Verkehr sorgt für Bedenken

Ein Vorschlag, der nicht bei allen auf Beifall stieß. So meldete sich Martin Poettgen zu Wort, der dort am Kuhlenkamp wohnt und der gleichnamigen Bürgerinitiative angehört. „Ich gebe zu bedenken, dass der Standort nicht unproblematisch ist. Besonders morgens herrscht hier starker Verkehr. Es gibt keine Parkmöglichkeiten. Wenn also die Eltern ihre Kinder zur Kita bringen und somit zusätzlich Autos ins Viertel drängen, wächst das Gefahrenpotenzial; etwa für meine Kinder, die an der Haltestelle Natorpstraße in den 353er steigen.“

Bezirksbürgermeister Marc Gräf pflichtete ihm bei: „Die Verkehrsdichte ist ein berechtigter Einwand.“ Die Verwaltung wird ihre Pläne also noch einmal überarbeiten und Anregungen aus dem Gremium berücksichtigen.

Vorschlag, Flüchtlinge umzusiedeln

So gab es den Vorschlag von Gerd Herrmann Krause (CDU), die rund 80 Flüchtlinge, die zurzeit Am Kuhlenkamp leben, umzusiedeln, um die Container für die Kita-Kinder zu nutzen. „Das haben wir bereits erwogen“, erklärte Jörg Klingenberg, „doch die Unterkünfte entsprechen nicht den Kita-Anforderungen“. Nicole Sehrig (SPD) regte an, die Kinder per Shuttle zum Sattelgut zu bringen.

Die Gesamt-Investitionskosten inklusive Abriss, Neubau, Container-Anmietung und Geländeaufbereitung schätzt die Verwaltung auf 4,2 Millionen Euro.

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