Ruhr-Uni

Kinder und Eltern entdecken Chemie im Schülerlabor der RUB

Vater und Tochter forschen gemeinsam. Hier werden Experimente mit einem Bunsenbrenner durchgeführt.

Vater und Tochter forschen gemeinsam. Hier werden Experimente mit einem Bunsenbrenner durchgeführt.

Foto: RUB

Bochum.  Im Schülerlabor der RUB werden Eltern und Kinder gemeinsam zu Forschern in der Welt der Chemie. Die Experimente und Themen wechseln monatlich.

Im Seminarraum des Schülerlabors an der Ruhr-Uni bietet sich ein ungewöhnliches Bild. Zwölf Kinder im Alter zwischen 9 und 13 bewerten die Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit. Sie entscheiden, ob Petroleumbenzin oder Ethanol besser geeignet ist, um Öl aus Mandeln zu extrahieren. Auf der einen Seite des Raumes sitzen Kinder, auf der anderen jeweils Mutter oder Vater. Kinder erleben mit ihren Eltern Chemie.

Sechs Termine im Monat werden angeboten

„KEMIE“ – so nennt sich das Projekt, das unter der Leitung von Professorin Katrin Sommer und Bert Schlüter steht. Das seit 2008 im Schülerlabor an der RUB stattfindende Projekt hat bislang mit 686 Eltern-Kind-Paaren gearbeitet. Die Arbeit fasziniert Projektleiter Schlüter: „Die Eltern und Kinder erleben immer wieder andere Sachen und jeden Monat ist es ‘was Neues.“ KEMIE ist kein einmaliges Ereignis, es findet neun Monate lang statt. Jeden Monat wechseln die Themen, an denen gemeinsam geforscht wird. Es werden monatlich insgesamt sechs Termine angeboten.

Keine besonderen Kenntnisse nötig

Mitmachen kann jede Mutter oder jeder Vater mit einem Kind, das mindestens in die dritte, höchstens in die sechste Klasse geht. Die Schulform spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass „Interesse an der Thematik besteht und Motivation vorhanden ist“, sagt Schlüter.

Peter Saringer und sein Sohn Jan gehören zu den erfahreneren Teilnehmern. Sie sind schon das sechste Mal dabei. „Ich mache mit, weil ich dadurch Zeit mit seinem Sohn verbringen und mit ihm zusammen etwas lernen kann“, sagt Saringer. Auch Jan schätzt die Momente mit Papa: „Hier können wir Sachen machen, die wir sonst nicht machen können. Das finde ich toll!“

Cola-Flasche wird zum Forschungsobjekt

Das KEMIE-Projekt läuft von Oktober bis Juni. Bert Schlüter und sein Team bereiten dafür verschiedene Themen vor: In diesem Monat ging es um Gas-Entwicklung bei einer Reihe von Testversuchen. Bei einem anderen Experiment können die Hobby-Forscher herausfinden, welche „Zutaten“ man in eine Cola-Flasche geben muss, um eine möglichst hohe Fontäne zu erzeugen.

Sicherheitsaspekte im Blick behalten

Auf Sicherheitsaspekte wird großer Wert gelegt. Dazu gehört neben einem Laborkittel und einer Schutzbrille auch eine umfangreiche Einweisung in das Verhalten im Labor. So dürfen dort beispielsweise keine Lebensmittel verzehrt werden. Hungern braucht trotzdem niemand: Im Pausenraum können sich die Nachwuchsforscher stärken und mit kleinen wissenschaftlichen Experimenten beschäftigen.

>> Anmeldung

Per Email unter kemie@rub.de oder telefonisch unter 0234 / 32 26 36 6. Ansprechpartner ist Bert Schlüter

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