Alfried-Krupp-Schülerlabor

Kinder entdecken an der Ruhr-Uni die Wissenschaft

Kinder und Erwachsene experimentieren an der Ruhr-Uni im Alfried-Krupp-Schülerlabor beim Tag der offenen Tür.

Kinder und Erwachsene experimentieren an der Ruhr-Uni im Alfried-Krupp-Schülerlabor beim Tag der offenen Tür.

Bochum.   Das Schülerlabor der RUB öffnet seine Pforten. Kinder und Jugendliche lernen Fakultäten der Uni kennen. Das Labor zählt immer mehr Besucher.

Es riecht etwas verbrannt und verkohlt im naturwissenschaftlichen Gebäude der Ruhr-Universität. Kein Wunder: In einem Raum werden CDs in einer Mikrowelle erhitzt, in einem zweiten halten gerade einige Kinder verschiedene Dämmstoffe in einen Bunsenbrenner. Das alles geschieht im Namen der Forschung. Die beiden Räume gehören zum Alfried Krupp-Schülerlabor der Ruhr-Uni. Das lud nun wieder zum Tag der offenen Tür. „Wir wollen bei den Kindern und Jugendlichen ein Interesse für Wissenschaft an sich wecken“, erklärt Kirsten Schmidt, die den Bereich der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften koordiniert. „Hier können sie – zum Teil noch sehr spielerisch – lernen, wie Wissenschaftler arbeiten.“

Projekte aller Fakultäten

Ob sie eher an Naturwissenschaften wie Chemie, Biologie und Physik interessiert sind oder an Religionen und Philosophie ist dabei egal, das Schülerlabor bietet Projekte zu Themen aller 20 Fakultäten der Ruhr-Uni an. Beim Tag der offenen Tür stellen sich die verschiedenen Fachbereiche vor, haben Experimente und Mitmach-Aktionen vorbereitet. Henrik und Florian beschäftigen sich gerade mit einem Modell, dass Überflutungen simuliert. „Wir stellen die Häuser weit oben hin, damit die nicht überschwemmt werden“, sagt Henrik. Außerdem versuchen die beiden Achtjährigen das Gebiet mit Staudämmen zu sichern. Dann wird das Wasser eingelassen. Einmal ungefiltert und dann mit einer Schicht aus Schwämmen, die weniger Wasser durchlässt und es langsamer fließen lässt. Die grünen Schwämme symbolisieren Grünflächen. Die sind wichtig, um gefährdete Gebiete vor Überflutungen zu schützen.

Fundstücke untersuchen

Zwei Stationen weiter löten Kristin und Yasmine (beide 15) gerade ein Herz zusammen, das aus verschiedenen Lampen und Schaltern besteht. Am Ende soll das Herz blinken. Das klappt bei den Gymnasiastinnen schon ganz gut, kein Wunder, sie lernen vom Experten: Nils Pohl, Inhaber des Lehrstuhls für Integrierte Systeme, lötet persönlich mit, arbeitet nach und kleine Fehler auf.

Kristin möchte beruflich wohl trotzdem in eine andere Richtung gehen: „Der Berufsnavigator meint zwar ich solle Elektrotechnikerin werden, aber eigentlich finde ich Chemie spannender“, sagt die Schülerin. „Das hat sich auch heute bisher noch nicht geändert.“ Vielleicht ja nach der Biologie-Station. Oder der Archäologie-Station, wo Fundstücke untersucht und katalogisiert werden. Auch das Thema Hinduismus in Hamm-Uentrop klingt spannend. Die beiden Mädchen wissen noch nicht, was sie als nächstes machen. Die Auswahl ist zu groß.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben