Jugendarbeit

Jugendverbände setzten in Bochum ein Zeichen gegen Rassismus

Rolf Geers (2.v.l.) betrachtet eins der 40 bunt bemalten Banner über dem Eingang der Geschäftsstelle des Kinder- und Jugendrings.

Foto: Gero Helm

Rolf Geers (2.v.l.) betrachtet eins der 40 bunt bemalten Banner über dem Eingang der Geschäftsstelle des Kinder- und Jugendrings.

Bochum.   Kinder und Jugendliche bemalen 40 Banner zum Thema Vielfalt und Toleranz. Sie sind in Einrichtungen im gesamten Bochumer Stadtgebiet zu sehen.

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Insgesamt 40 Kinder- und Jugendverbände haben sich an der Sommeraktion „Orte der Vielfalt – für eine bunte und solidarische Stadt“ beteiligt, die vom Kinder- und Jugendring initiiert wurde.

Bei Ferienfreizeiten und Aktionen haben Sechs- bis 18-Jährige 40 Banner kreativ zum Thema Vielfalt und Toleranz gestaltet. Diese werden noch bis Freitag (21.) in den teilnehmenden Einrichtungen im Stadtgebiet aushängen, um ein sichtbares Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Hetze gegenüber Minderheiten zu setzten. Daran beteiligen sich unter anderem Verbände wie die IFAK, in denen auch Flüchtlingskinder bei der Gestaltung der Banner mitgewirkt haben.

„Dass sich die Kinder zusammen für eine Sache einsetzen, ist uns wichtig“, sagt Rolf Geers, Geschäftsführer des Kinder und Jugendrings. Die Teilnehmenden wurden nicht nur kreativ, sie haben sich auch in Gesprächen mit ihren Jugendleitern über die Thematik und die aktuelle Situation unterhalten.

Banner sind auch bei Demo im Oktober zu sehen

Die Banner werden nach Aktionsende immer wieder zu sehen sein. Geers plant, diese am Weltkindertag (22.) auf dem Dr. Ruer-Platz und bei der Demonstration „Seebrücke“ im Oktober zu zeigen.

„Leider gibt es immer wieder Anlässe, zu denen man die Banner zeigen muss, wie etwa bei Gegendemonstrationen zu rechten Gruppierungen“, meint Geers. „Es wäre schöner, wenn man sie gar nicht bräuchte.“ Gerade nach den rechtsextremistischen Ereignissen in Chemnitz sei es noch wichtiger, öffentlich Position gegen Fremdenfeindlichkeit zu beziehen.

Angebote für junge Flüchtlinge

Zwar ist die Aktion mit dem Aufhängen der Banner beendet, die Jugendeinrichtungen bleiben jedoch weiterhin „Orte der Vielfalt“. Denn die Kinder- und Jugendarbeit der Mitgliedsverbände stehe für Toleranz und Solidarität mit Flüchtlingen, so Geers.

Seit vielen Jahren engagieren die Verbände sich gegen Rassismus und führen Angebote wie wöchentliche Treffen, Tagesaktionen und Freizeiten durch, an denen auch junge Geflüchtete und Migranten teilnehmen können.

Weitere Informationen auf www.jugendring-bochum.de

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