Stadtentwicklung

Jubel über Ansiedlung des Max-Planck-Instituts in Bochum

Mausert sich mehr und mehr zum Motor für die wirtschaftliche und wissenschaftliche Entwicklung der Stadt: Das ehemalige Opel-Gelände.

Mausert sich mehr und mehr zum Motor für die wirtschaftliche und wissenschaftliche Entwicklung der Stadt: Das ehemalige Opel-Gelände.

Foto: André Hirtz

Bochum.   Hochqualizierte Wissenseinrichtung kommt. Ruhr-Uni und Stadt setzen auf ehemaliges Opel-Gelände als Standort. Arbeit für bis zu 250 Menschen.

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Vor Ort ist die Freude riesengroß über die am Freitag bekannt gewordene Entscheidung der renommierten Max-Planck-Gesellschaft, mit dem neuen Institut für Cybersicherheit und Schutz der Privatsphäre (MPI) nach Bochum zu kommen.

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD), der sich bereits sehr früh für die Ansiedlung des Instituts mit seinen bis zu 250 hochqualifizierten Mitarbeitern einsetzte, jubelte geradezu: „Mit der Ansiedlung eines neuen Max-Planck-Instituts wird auf vorhandene Exzellenzen aufgebaut und Bochum zur Hauptstadt der IT-Security. Gratulation an Axel Schölmerich, das Team und allen Beteiligten.“

Mark 51/7 gilt als Favorit bei Stadt und Ruhr-Uni

Als Standort für das neue Max-Planck-Institut erscheint Mark 51/7 ideal. Ruhr-Universität und Stadt ziehen hier an einem Strang. Denn die Uni treibt auf einem Technologiecampus dort künftig den Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft voran und hat bereits im Frühjahr den Mietvertrag für einen Teil des ehemaligen Opel-Verwaltungsgebäudes unterzeichnet.

Die Entscheidung, wo sich das neue Institut letztlich ansiedele, so versichern Stadt und Uni, liege natürlich bei der Max-Planck-Gesellschaft. Dem Vernehmen nach könnte bereits im kommenden Jahr mit den Vorbereitungen für die Ansiedlung begonnen werden.

Erst kürzlich hat die Bosch-Gruppe angekündigt, sich dort mit einem Tochter-Unternehmen niederzulassen, das ebenfalls auf dem Gebiet der IT-Sicherheit tätig ist.

Auch für die Bochumer Wirtschaftsentwicklung ist die Entscheidung der Max-Planck-Gesellschaft eine sehr gute Nachricht: „Mit dem MPI bekommen wir einen weiteren Wissensmultiplikator nach Bochum, der auf unsere Gesamtstrategie einzahlt. Das MPI steigert die Attraktivität unserer Stadt für Unternehmen, die ebenfalls auf wissensbasierte Arbeit setzen“, sagt Ralf Meyer, Geschäftsführer der Bochumer Wirtschaftsentwicklung.

Platzhirsch G-Data hat Prozess aktiv begleitet

Das Bochumer Software-Haus G-Data, das mit seinen nun schon mehr als 500 Mitarbeitern das mit Abstand größte IT-Sicherheitsunternhmen vor Ort ist, zeigte sich über den Entscheid der Max-Planck-Gesellschaft ebenfalls begeistert. Vorstand und Gründer der G DATA Software AG Kai Figge gegenüber der WAZ: „Wir haben den Bewerbungsprozess für Bochum selbst aktiv unterstützt. Die Entscheidung des MPI für Bochum als neuen Standort begrüßen wir daher sehr.“

Mit dem MPI gewinnt Bochum als europäischer Hotspot für Cybersecurity nun noch mehr Gewicht. Besonders erfreulich ist, dass Ministerpräsident Armin Laschet IT Sicherheit zur Chefsache erklärt hat.“ Figge unterstreicht daher: „Cybersecurity ist die Achillesferse unserer modernen Gesellschaft – das Thema hat heute eine hohe politische, gesellschaftliche, militärische und strategische Relevanz.“

CDU im Rat: Gut für unser aller Zukunft

Die CDU-Fraktion begrüßt ebenfalls die Ansiedlung des Max-Planck-Instituts in Bochum. Christian Haardt, CDU-Fraktionsvorsitzender: „Der persönliche Einsatz des Ministerpräsidenten für Bochum und das Ruhrgebiet führt jetzt zu einem beachtlichen Erfolg für unsere Stadt.“

Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Roland Mitschke, erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass bereits vor mehr als 15 Jahren mit der Errichtung des Horst-Görtz-Institutes für IT-Sicherheit ein wichtiger Schritt in die Richtung getan wurde. „Mich freut es natürlich besonders, dass die jetzige Entscheidung unter einem CDU-Ministerpräsidenten gefällt worden ist.“ Mit der Ansiedlung des MPI würden sehr gut ausgebildete Arbeitskräfte nach Bochum kommen: „Und das ist gut für unser aller Zukunft.“

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