Bürgerbeteiligung

In Bochum diskutieren die Bürger über Kulturentwicklung mit

In der Kulturstadt Bochum spielen die Aktivitäten der Musikschule eine wichtige Rolle. Das Archivfoto zeigt das Ensemble Alla Turca beim Konzert in der Rotunde.

In der Kulturstadt Bochum spielen die Aktivitäten der Musikschule eine wichtige Rolle. Das Archivfoto zeigt das Ensemble Alla Turca beim Konzert in der Rotunde.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.  Bochum setzt als erste Stadt im Ruhrgebiet einen Kulturentwicklungsprozess in Gang. Die Bürger/innen sind aufgerufen, aktiv zu werden.

Der Bochumer Kulturentwicklungsprozess (KEP) geht in die nächste Runde: Am 22./23. November lädt die Stadt zu einer ersten „Zukunftskonferenz“ ein. 150 Gäste können bei dieser Diskurs-Veranstaltung in der Stadthalle Wattenscheid ihre Ansichten, Beiträge und (kritischen) Anmerkungen zur hiesigen Kulturlandschaft einbringen. So sollen Stärken und Bedarfe benannt werden. „Dies gilt sowohl für die Interessen der freien Kulturszene als auch für die städtischen Kulturangebote“, so Barbara Jung vom städtischen Kulturbüro.

Immer wieder neue Ziele

Wie berichtet, ist Bochum eine der wenige Städte, die sich neben Schul- und Wirtschaftsentwicklungsplänen auch eine verbindliche Agenda in Sachen „Kulturpolitik“ geben möchte. Das Vorhaben wurde politisch von der SPD/Die Grünen-Koalition angestoßen. Anfang des Jahres fiel der offizielle Startschuss für einen Prozess, der immer nur etappenweise beendet sein wird. Am Ende steht kein fertiges Konzept, vielmehr soll es immer wieder neu das Ziel sein, Handlungsfelder und Vorschläge für eine zielgerichtete und zukunftsfähige Kulturentwicklungspolitik zu erarbeiten.

Weit gefasster Begriff

Wichtig: Der KEP wird nicht von externen Fachleuten hinter „verschlossenen Türen“ beraten, sondern mit möglichst vielen Beteiligten aus der BO-Kultur gemeinsam umgesetzt. Dazu ist ein Personenkreis von 500 Namen aufgerufen worden, 135 werden bei der Konferenz in der Stadthalle Wattenscheid vertreten sein, dazu gehören Akteure der freien Szene ebenso wie Vertreter von Schulen und Hochschulen, aber auch z.B. von Bochumer Traditionsvereinen. Der „Kulturbegriff“ ist also weit gefasst.

Anmeldung per Email

15 Plätze sind für kulturinteressierte Bürgerinnen und Bürger frei gehalten worden, die bei der Wochenendveranstaltung mitarbeiten wollen. In diversen Arbeitsgruppen sollen, unter wechselnder Besetzung, möglichst viele Aspekte Bochumer kulturellen Lebens abgeklopft werden.

Wer sich beteiligen möchte, kann sich bis zum 13. Oktober per Email unter kep@bochum.de anmelden.

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