Azubi-Abend

Im Strätlingshof wurden die Azubis für einen Abend zu Chefs

JoAnn Hoffmann, stehend, servierte am Tisch am 07.04.2017 im Restaurant Strätlingshof in Bochum-Altenbochum. Sie ist Auszubildende im dritten Lehrjahr und bestritt die komplette Bewirtung der Gäste an diesem "1. Azubi-Abend" mit ihren Azubi-Kollegen allein. Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Foto: Olaf Ziegler

JoAnn Hoffmann, stehend, servierte am Tisch am 07.04.2017 im Restaurant Strätlingshof in Bochum-Altenbochum. Sie ist Auszubildende im dritten Lehrjahr und bestritt die komplette Bewirtung der Gäste an diesem "1. Azubi-Abend" mit ihren Azubi-Kollegen allein. Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services Foto: Olaf Ziegler

Altenbochum.   Im Strätlingshof organisierten die sechs Auszubildenden ein Drei-Gang-Menü: vom Einkauf bis zum Service, von der Werbung bis zum Kochen.

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Einige der Vorspeisen wurden nicht auf einheitlichen Tellern serviert. Der Wein-Nachschub geriet zeitweise ins Stocken. Und die Erklärung der Speisen fiel nicht ganz so kenntnisreich aus wie bei den gestandenen Fachkräften. Kleinigkeiten, über die sowohl die Gäste als auch die Chefin gerne hinwegsahen. Mächtig stolz durfte Diana Strätling auf ihre sechs Auszubildenden sein, die den ersten Azubi-Abend im Strätlingshof in Altenbochum mit Charme und Geschick meisterten.

Die Aufgabe für die angehenden Restaurantfachleute und Köche war klar umrissen: Organisiert in Eigenregie ein Drei-Gang-Menü für 30 Gäste. Mit allem, was dazugehört. Einkauf. Werbung. Tisch- und Eintrittskarten. Getränken. Service. Und natürlich dem Wareneinsatz, bei dem die Azubis freie Hand hatten. Vorgabe: Sämtliche Ausgaben mussten durch die Einnahmen gedeckt sein. Heißt: mit den 34,50 Euro, die jeder Gast zu zahlen hatte.

Freie Hand bei festem Budget

„Wir fanden die Idee von Anfang an gut und haben uns große Mühe gegeben“, sagt JoAnn Hoffmann. Zwei Monate dauerten die Vorbereitungen. Reichten die Besprechungen im Lokal nicht aus, wurde über WhatsApp kommuniziert. „Jeder hatte seinen Bereich, von der Deko bis zum Aperitif. Das hat sich dann alles wie ein Puzzlespiel zusammengesetzt“, schildert die 20-Jährige, die im dritten Lehrjahr zur Restaurant-Fachfrau ausgebildet wird.

Die Nervosität war dem Nachwuchs zwar deutlich anzumerken. „Schon merkwürdig, alles in eigener Regie zu machen“, meinte Mike Lemke (21), während sich Diana Strätling in der Kunst verstand, zwar vor Ort, aber doch unsichtbar zu sein: „Ich bin heute gar nicht da.“

Youngster überzeugen Gäste und Chefin

Ihre Youngster leisteten auch ohne sie gute Arbeit. Nach einer persönlichen Vorstellung (Mike: „Das war für mich das Schlimmste“) wurden die Besucher aufmerksam, gastfreundlich und – fast – pannenfrei bedient. Zander als Vorspeise, Lammrücken mit Kartoffelpüree als Hauptgang, Schoko-Mousse als Dessert: Auch das Menü mundete den 30 „Probanden“ an der Altenbochumer Straße – wobei die Azubis dabei, und nur dabei von den Küchenchefs unterstützt wurden.

„Echt gut, dass uns die Chefin so viel Verantwortung übertragen hat“, meinte das Sextett, als sich die Gäste die letzten Löffel des Nachtisches schmecken ließen. Zum Finale gab’s Präsente. Cremes und Taschenlampen. Gestiftet von Sponsoren, die ebenfalls die Azubis besorgt hatten. Wer auch sonst?

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