Gesundheit

Im Bochumer St.-Josef-Hospital entsteht ein Zentral-OP

Jährlich mehr als 20 000 Operationen werden in den Krankenhäusern des Katholischen Klinikums vorgenommen. Im St.-Josef-Hospital soll ab dem nächsten Jahr ein neuer OP-Trakt mit acht hochmodernen Sälen errichtet werden.

Jährlich mehr als 20 000 Operationen werden in den Krankenhäusern des Katholischen Klinikums vorgenommen. Im St.-Josef-Hospital soll ab dem nächsten Jahr ein neuer OP-Trakt mit acht hochmodernen Sälen errichtet werden.

Foto: ingo Otto

Bochum.   Mit 30 Millionen Euro ist es die größte Investition des Katholischen Klinikums. Acht moderne Säle entstehen. Das hat Folgen für andere Häuser.

Das Katholische Klinikum steht vor der größten Investition seiner Geschichte. Für 30 Millionen Euro soll im St.-Josef-Hospital ein Operationstrakt mit acht OP-Sälen entstehen. „Der Bauantrag wird im ersten Halbjahr 2018 gestellt“, kündigt Sprecher Jürgen Frech auf WAZ-Anfrage an.

Mit jährlich 51 000 stationären Patienten und über 20 000 Operationen stößt der Klinikverbund an seine Kapazitätsgrenzen. Mit dem neuen OP-Trakt „legen wir die Basis für weiteres Wachstum“, erklärt Geschäftsführer Dr. Christoph Hanefeld in der aktuellen Ausgabe des Mitarbeitermagazins „Impuls“.

„Haus S“ soll 2020 öffnen

Das neue „Haus S“ entsteht zwischen Haus D und F. Herzstück ist der Zentral-OP: „hochmodern ausgestattet“, betont die Klinikleitung. Darüber sind vier weitere Geschosse mit Patientenzimmern vorgesehen.

Als Baubeginn wird Ende 2018/Anfang 2019 angepeilt. Im Jahr 2020 könnte der Trakt in Betrieb gehen. Er wird gravierende Auswirkungen auf zwei weitere Krankenhäuser des Katholischen Klinikums haben:
– Das bundesweit renommierte Venenzentrum wird aus dem St.-Maria-Hilf-Krankenhaus in Gerthe ins Josef-Hospital wechseln. Prof. Mumme und Prof. Stücker und ihr Team sollen an der Gudrunstraße die OP-Räume im Haus C nutzen und damit quasi eigenständig bleiben. Was mit dem St.-Maria-Hilf-Krankenhaus passiert, ist derweil ungewiss. Die Geriatrie ist bereits ins Marien-Hospital Wattenscheid umgezogen. Seither wird in dem Haus nur noch das Venenzentrum vorgehalten. „Wir halten in jedem Fall an dem Standort fest. Er bleibt im Klinikverbund und wird auch künftig als Krankenhaus genutzt. Wie und von wem, wird derzeit beraten“, so Jürgen Frech.
– Im St.-Elisabeth-Hospital wird die Rheuma-Orthopädie mit ihren 30 Betten ins St.-Josef-Hospital verlagert. „Danach werden die Stationen umfassend modernisiert. Auch dafür wird kräftig investiert. Davon profitieren alle verbleibenden Fachrichtungen wie die Geburtshilfe und Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Innere Medizin. Jede von ihnen wird dann auf einer zusammenhängenden Station untergebracht sein“, teilt das Katholische Klinikum mit.

Kantine mit Park-Ausblick

Auf mehr Komfort in den Pausen können sich die Beschäftigten im St.-Josef-Hospital freuen. Im Zuge des Neubaus des Hauses S entsteht auf der Ebene des heutigen Bistros im Josef-Carrée eine neue Mitarbeiter-Cafeteria. „Dazu wird die großräumige, aber nur selten genutzte Terrasse überbaut“, heißt es im Mitarbeiter-Magazin. Versprochen wird den Kantinen-Besuchern ein „attraktiver Blick ins Grüne über die Klinikstraße in den Stadtgarten“.

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