Stadtentwicklung

Häusser-Bau saniert zwei Immobilien in Bochumer Innenstadt

1965 wurde das schmucklose Bürogebäude an der Ecke Viktoria-Straße/Südring gebaut. Nun soll es aufwändig saniert werden.

1965 wurde das schmucklose Bürogebäude an der Ecke Viktoria-Straße/Südring gebaut. Nun soll es aufwändig saniert werden.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.  Bochums Innenstadt ist im Wandel. So saniert die Häusser-Bau-Gruppe in den nächsten Monaten zwei Büroimmobilien an markanter Stelle.

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In der Bochumer Innenstadt ist die Unternehmensgruppe Häusser-Bau allgegenwärtig. Sie hat die Stadtbadgalerie gebaut. Sie hat das Kortum-Karree errichtet und ihr gehören etliche weitere Immobilien in der City. Zwei weitere sind in jüngster Zeit dazu gekommen: das Eckhaus an der Viktoriastraße/Südring und das Gebäude an der Kortumstraße 49, in dem früher die Landeszentralbank ihren Sitz hatte. Beide Gebäude werden in nächster Zeit aufwändig saniert.

Verändern wird sich dabei vor allem die Immobilie am Südring. Das eher schmucklose Bürogebäude aus den 1960er Jahren erhält eine ganz neue, wertige Anmutung. Dazu trägt vor allem die neue Fassade aus Naturstein bei sowie die drei asymmetrisch angeordneten, buchstäblich aus dem Rahmen fallenden Fenster in den Obergeschossen. Sie werden abends mit LED-Lichtern beleuchtet. Die neu gestalteten Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss werden durch einen markanten Unterzug aufgewertet.

Für Häusser-Bau-Inhaber Werner Heckendorf ist der Kauf der Immobilie eine kleine Reise in die Geschichte. Von 1966 bis 1974 hatte seine 1965 auf der Kortumstraße gegründete Firma exakt in diesem Gebäude ihren Sitz. Später gehörte es für einige Jahre sogar zum Besitz der Gruppe, ehe es in einem 120-Million-Mark starken Paket an einen Frankfurter Investor verkauft und nun als Solitär wieder erworben wurde. Für die Sanierung gebe er zusätzlich zur Kaufsumme 2,5 bis 3 Millionen Euro, so Heckendorf.

Büroflächen sind bereits vollständig vermietet

Während die etwa 500 Quadratmeter Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss noch nicht vermietet sind, hat Häusser-Bau den gesamten, fast 1200 Quadratmeter großen Bürotrakt über vier Etagen bereits an den Mann gebracht. Einziehen wird dort Ende des Jahres der Co-Working-Space-Anbieter Work Inn. „Wir freuen uns, dass Work Inn frischen Wind in die Viktoriastraße bringt, und modernisieren das Gebäude von innen und außen in Absprache mit dem neuen Mieter. So werden wir aus dem zuvor gewöhnlichen Gebäude in der City einen neuen Hot Spot entwickeln,“ sagt Sebastian Lau, Leiter der Vermietungsabteilung bei Häusser-Bau.

Co-Working-Space? „Wir schaffen inspirierende Arbeitswelten, die wir zeitlich flexibel kreativen Köpfen und Machern zur Verfügung stellen“, sagt Tim Schabsky, geschäftsführender Gesellschafter von Work Inn. Die Nachfrage nach Büroflächen, die kurzfristig und mitunter auch nur für eine kurze Zeit angemietet werden, wächst ständig: bei Start-ups und Freiberuflern ebenso wie bei großen Unternehmen.

Skepsis ist längst gewichen

„Anfangs war ich schon skeptisch, als ich davon gehört habe“, gesteht Markus Netten, Geschäftsführer von Häusser-Bau. Mittlerweile ist er überzeugt von dem Teilsegment der Immobilienbranche. Tim Schabsky: „Das Arbeiten in modernen Communities wird immer beliebter.“ Sein Unternehmen ist bereits in mehreren Städten des Ruhrgebiets vertreten, so etwa in Dortmund, Essen und Mülheim. „Die wichtigsten Kriterien für eine in Frage kommende Immobilie sind eine gute Lage, eine gute technische Ausstattung und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr“, sagt Sebastian Lau von Häusser-Bau.

Neugestaltung der früheren Landeszentralbank

Während an der Viktoriastraße schon seit Wochen ein Bauzaun steht und die Sanierungsarbeiten begonnen haben, fehlt für die Arbeiten an dem wenige Hundert Meter entfernt stehenden Gebäude in der Kortumstraße 49 noch das „Go“ der Bauverwaltung. Dort, wo „Bo-Marketing“ mit den Ausstellungen über James Bond und Herbert Grönemeyer für Abwechslung in der Geschäfts-Landschaft gesorgt haben, soll schon bald völlig Neues entstehen.

Das in den 1930er Jahre gebaute und bis in die 1960er Jahre als Filiale der Landeszentralbank genutzte Immobilie wird deutlich aufgewertet: „Wir werden einen Aufzug einbauen, das Erdgeschoss durch einen neuen, höheren Anbau aufwerten, die Wohnungen in den oberen Etagen in Büroräume umfunktionieren und das Dachgeschoss neu aufbauen“, sagt Werner Heckendorf.“ Auch der Innenhof werde neu gestaltet. Bis zu einem Jahr, so Heckendorf, werde der Umbau wohl dauern.

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