Stadtentwicklung

Gaststätte „Uhle“ wird einen Nachfolger bekommen

In spätestens 18 Monaten muss die derzeit als Kulturstätte genutzte „Uhle“ weichen. Dann wird an gleicher Stelle eine Neubau errichtet.

In spätestens 18 Monaten muss die derzeit als Kulturstätte genutzte „Uhle“ weichen. Dann wird an gleicher Stelle eine Neubau errichtet.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.  Spätestens 2021 wird die Bochumer Traditionsgaststätte „Uhle“ abgerissen. Die Sparkasse als Eigentümer will auch im Neubau ein Lokal einrichten.

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Spätestens im Frühjahr 2021 wird das Gebäude an der Ecke Huestraße/Dr.-Ruer-Platz mit der Traditionsgaststätte „Die Uhle“ abgerissen, um Platz für einen mehrgeschossigen Neubau zu schaffen.

„Bis dahin können Bochum Marketing und ‘UniverCity’ die Uhle und die angrenzende Freifläche noch nutzen“, heißt es beim Eigentümer des Gebäudes, der Sparkasse Bochum. Sie plant an gleicher Stelle den Bau eines „EnergieHauses Plus“, das mehr Energie produzieren als verbrauchen soll. Baubeginn soll 2021 sein.

Gastronomie im Erdgeschoss

„In Abstimmung mit dem Stadtbaurat soll sich der Neubau in seinen Proportionen und in seiner Gestaltung harmonisch in die angrenzende Bebauung einfügen“, sagt Sparkassen-Vorstandsmitglied Yvonne van den Hövel-Meyer. Und: „Der Tradition des Standorts folgend ist für die Nutzung des Erdgeschosses wieder eine Gastronomie vorgesehen.“

Das Gebäude soll auch die Lücke zum benachbarten Altbau schließen, in dem das Kundenservicecenter der Sparkasse untergebracht ist. Eine einheitliche Fassade soll Alt- und Neubau optisch zusammenfügen. Mehrere Architekturbüros wurden eingeladen, einen Entwurf dafür auszuarbeiten. „Wir möchten bewusst drei verschiedenen Architekturbüros die Chance zur Gestaltung geben“, so van den Hövel-Meyer.

Drei Büros beauftragt

Eingeladen sind drei Büros aus Bochum, der Region und dem weiteren Umfeld. „Alle drei zeichnen sich durch eine Entwurfsqualität und Erfahrungen im Bau von Gebäuden aus“, heißt es. Die Konzepte bis Ende Februar 2020 eingereicht werden. Danach wird im März 2020 ein Empfehlungsgremium aus Vertretern der Stadt, des Sparkassen-Vorstandes, des Verwaltungsrats der Sparkasse und Architekten mit Preisrichtererfahrungen eine Entscheidung treffen.

Als Berater für das Projekt hat die Sparkasse das Büro „farwick+grote“ aus Ahaus/Dortmund verpflichtet. Deren Architekten und Stadtplaner sind mit der Stadt Bochum bestens vertraut. Sie arbeiten nicht nur mit am Gestaltungshandbuch für den Innenstadtbereich, sondern haben in Vergangenheit zum Beispiel einen Entwurf für die Gestaltung des Telekomblocks entwickelt.

Die Uhle hatte Anfang des Jahres nach mehr als 150 Jahren ihren Betrieb beendet. Die Sparkasse hatte das Gebäude im vergangenen Jahr gekauft.

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