Fahrrad-Verkehr

Fahrrad-Bündnis startet Demo auf dem Südring in Bochum

So oder so ähnlich soll es auch Samstag (6. Juni) auf dem Südring in Bochum aussehen, wenn auf Kosten der Autospuren ein geschützter Radweg angelegt wird. Bereits im November gab es so eine Demo.

So oder so ähnlich soll es auch Samstag (6. Juni) auf dem Südring in Bochum aussehen, wenn auf Kosten der Autospuren ein geschützter Radweg angelegt wird. Bereits im November gab es so eine Demo.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Bochum.  Das Bündnis „Radwende“ sperrt eine Autospur auf dem Südring in Bochum. Es demonstriert für bessere und sicherere Radwege.

Das Bündnis „Radwende Bochum“ wird am Samstag, 6. Juni, um 14 Uhr zum zweiten Mal zu einer Rad-Demo auf dem Südring aufbrechen. Die Teilnehmer richten einen so genannten „Pop-up-Radweg“ ein: Eine der beiden Autospuren in einer Richtung wird kurzfristig mit kleinen Baustellenbaken abgetrennt und für die Radfahrer als geschützter Streifen reserviert.

Die Initiative will damit auf den in Bochum vor einem Jahr ausgerufenen Klimanotstand und die „ungenutzten Chancen zur notwendigen Verkehrswende hinweisen“, wie es heißt.

Bochum sei weiterhin eine „Autostadt“

Obwohl der ausgerufene Klimanotstand alle städtischen Entscheidungen unter den Klimavorbehalt stelle, erhalte der Rad-, Fuß- und Busverkehr bei der Straßenbauplanung und -umbauten nicht die Bedeutung, die er für einen ressourcenschonenden Umbau der „Autostadt Bochum“ zu einer klimafreundlichen und verkehrssicheren Stadt bräuchte, meint die „Radwende“.

Innenstadtring muss fahrradfreundlicher werden

Außerdem: „Radwege werden teilweise nur für wenige hundert Meter geplant. Für viele große Straßen gibt es bisher nicht mal eine Planung für einen Radweg. Dies gilt auch für den Innenstadtring, obwohl beispielsweise der Südring die einzige logische Verbindung zwischen Hauptbahnhof, Bermuda-Dreieck und Musikforum ist.“

Die Einrichtung von Pop-up-Radwegen hatte die Stadt zuletzt abgelehnt. Rein versuchsweise soll aber auf der Universitätsstraße zwischen Waldring und Wasserstraße der bereits vorhandene breite Radweg durch eine 50 Zentimeter hohe Barriere von den beiden Autospuren abgetrennt werden; so soll getestet werden, ob sich Radfahrer dann sicherer fühlen. Das Sicherheitsgefühl ist sehr wichtig bei der Entscheidung, ob jemand aufs Rad umsteigt oder nicht.

Rad-Demo dauert eine Stunde

Am Samstag nun gibt die Rad-Demo der „Radwende“ auf dem Südring schon mal einen Vorgeschmack, wie ein Verkehr mit abgetrennten Radwegen in der City aussehen könnte. Die Aktion soll eine Stunde dauern.

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