TODESFALL

Ex-Präsident von Wattenscheid 09 Rüdiger Knaup ist tot

Rüdiger Knaup, hier bei einem WAZ-Interview 2014.

Rüdiger Knaup, hier bei einem WAZ-Interview 2014.

Foto: Ingo Otto

Bochum-Wattenscheid.  Der ehemalige Präsident von Wattenscheid 09 und Ex-Geschäftsführer von Steilmann ist gestorben. Er wurde im engsten Familienkreis beigesetzt.

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Trauer um Prof. Rüdiger Knaup: Wie erst jetzt bekannt wurde, starb der weithin bekannte Rechtsanwalt, Industrie- und Sportmanager am 3. Februar im Alter von 56 Jahren.

Knaup galt als eine der schillerndsten Figuren in Bochum-Wattenscheid. Als langjähriger Generalbevollmächtigter des damaligen Modekonzerns Steilmann erwarb sich der Arbeitsrechtler ab den 90er Jahren einen Ruf als „harter Hund“, als „härtester Sanierer Deutschlands“, der ihn zum Dauergast in TV-Talkshow werden ließ. Als Vorsitzender der SG Wattenscheid 09 war Knaup auch im Sport eine bestimmende Größe.

Persönliche Krise Ende 2012

Doch Ende 2012 stürzte Knaup in eine sehr schwere persönliche Krise. Er verlor Ehe, Beruf, Vermögen, Anwalts-Titel, Ansehen und Gesundheit: „Ich war vollkommen ausgebrannt“, sagte er einmal vor dem Amtsgericht. „Ich schäme mich.“

Vor Gericht war er angeklagt wegen Betruges, Untreue, Steuerhinterziehung, Bankrotts, Titelmissbrauchs und Vorenthaltens von Arbeitsentgelt für seine damaligen Mitarbeiter. Ende 2017 wurde er zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und 21 000 Euro Geldstrafe (300 Tagessätze) verurteilt. Zudem musste er 5000 Euro an die Drogenberatung „Krisenhilfe“ zahlen.

Die SG Wattenscheid 09 dankt Rüdiger Knaup auf Facebook „für seine Verdienste um unseren Verein“. „Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen.“ Knaup, der drei Kinder hinterlässt, wurde bereits im engsten Familienkreis beigesetzt.

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