Stadtentwicklung

Die Stadt sucht nach neuen Bauflächen im Bochumer Norden

Der Kernbereich des Gerther Westens um die St. Elisabeth-Kirche steht im Blickpunkt zur Entwicklung eines durchmischten Quartiers. Foto:Hans Blossey

Der Kernbereich des Gerther Westens um die St. Elisabeth-Kirche steht im Blickpunkt zur Entwicklung eines durchmischten Quartiers. Foto:Hans Blossey

Gertthe/Hiltrop.   Auf den ehemaligen Flächen für die Westumgehung soll Wohnraum entstehen. Plangebiet erstreckt sich vom alten Kirmesplatz bis zur Stadtgrenze.

Alte Zöpfe kappt das Planungsamt für ein neues Profil des Stadtbezirks Nord: „Auf dem Gebiet der ehemaligen Westumgehung“ soll ein durchmischtes Quartier für Zielgruppen aller Einkommensbereiche entwickelt werden. Das bedeutet zwischen 800 und 1000 neue Wohneinheiten. Und keine neue Straße zur Entlastung des Castroper Hellwegs in irgendeiner Form Richtung Herne.

Rahmenplanung „Gerthe-West“ soll entstehen

Die Stadt Bochum hat sich vorgenommen, per „Handlungskonzept Wohnen“ pro Jahr etwa 800 Wohneinheiten zu schaffen. Mit der endgültigen Aufgabe einer Westumgehung, formal 2016 politisch geschehen, sollen für die bisher noch dafür vorgesehen Flächen und angrenzende Bereiche eine Rahmenplanung „Gerthe-West“ entstehen. Dieses Gebiet wird in etwa begrenzt vom ehemaligen Kirmesplatz am Castroper Hellweg, bis zur Hiltroper Landwehr und von dort Richtung Osten über den Hillerberg bis zur Stadtgrenze an der Sodinger Straße.

Ökologische Ausgleichsmaßnahmen

Die Verwaltung erläutert, dass auch Flächen erfasst werden, die für ökologische Ausgleichsmaßnahmen dienen können, also Ersatzpflanzungen, außerdem Sport- und Freiflächen, deren Weiterbestand oder eventuelle Verlegung geprüft werden müsste. Die Gesamtplanung soll nicht nur Wohnbauflächen aufzeigen, sondern auch Aspekte etwa zur Regenwasser-Bewirtschaftung oder attraktive Grün- und Freiflächen berücksichtigen.

Denkmalgeschützte Gebäude

Ausdrücklich hingewiesen wird auf die beiden denkmalgeschützten Gebäude im Planbereich, die Kitsch-Bude am Castroper Hellweg und die katholische St. Elisabeth-Kirche an der Hiltroper Landwehr. Als prägend für das Bild der Ortsteile werden außerdem das Fachwerkhaus an der Hiltroper Heide 20 und Teile des St. Maria-Hilf-Krankenhauses genannt.

Eher locker im Randbereich

Die neuen Wohneinheiten sollen zu jeweils einem Drittel aus Mietwohnungen, Eigentum und öffentlich gefördertem Wohnraum bestehen.

Verdichtet bebaut werden könnten nach erster Einschätzung die unbebauten Flächen des ehemaligen Kirmesplatzes gegenüber der Heinrichstraße und Bereiche zwischen der Hiltroper Heide und der Hiltroper Landwehr. Eher aufgelockert wäre die Nutzung von Bereichen zwischen Hillgerberg und Heimatscholle sowie zwischen Sodinger und Holthauser Straße demnach zu planen.

Die Neubauten sollen sich an der Umgebung orientieren.

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