Jugendfußball

Die guten Geister hinter den Kulissen des Turniers

Ohne sie liefe gar nichts (v.l.): Ewald Schröder, Rolf Schlingmann und Gerhard Weitkämper organisieren das Turnier des SV Langendreer.

Ohne sie liefe gar nichts (v.l.): Ewald Schröder, Rolf Schlingmann und Gerhard Weitkämper organisieren das Turnier des SV Langendreer.

Foto: Svenja Hanusch

Langendreer.   Beim Jugendturnier des SV Langendreer 04 sind Ewald Schröder, Gerhard Weitkämper und Rolf Schlingmann die „Mädchen für alles“.

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Die Mannschaften stehen sich auf dem Rasen gegenüber, der Getränkewagen ist bereit, die Pommes sind heiß und aus den Lautsprechern tönt „So sehen Sieger aus“, bevor die nächsten Begegnungen ausgerufen werden. Läuft also alles beim Jugendturnier vom SV Langendreer 04.

Und das vor allem dank der insgesamt 100 Helfenden, die Spiele leiten, Würste braten, die Tombola betreuen oder sonst irgendwie am erfolgreichen Ablauf des Turniers mitwirken. Ewald Schröder ist daran maßgeblich beteiligt. Er ist Jugendvorstand und Kassierer in Personalunion, seit 1962 im Verein und nach eigener Aussage „auch so ein bisschen Mädchen für alles.“

vom Vereinsheim bis auf die Tribüne

Schröder ist für den Einkauf zuständig, hat die Anlage aber auch mit Strom versorgt. Mit der Leiter im Baum, vom Vereinsheim bis auf die Tribüne neben dem Platz. „Manchmal frag ich mich selber, warum ich das hier alles mache“, lacht der Rentner. Dann muss er kurz einen Kühlakku besorgen – eine Spielerin hat sich verletzt. Vorbereitung und Durchführung seien stressig. Ewald Schröder nimmt das aber gerne auf sich: „Der Verein hat mir früher selbst viel Gutes getan, in meiner Position jetzt kann ich zumindest etwas zurückgeben“, begründet er sein Engagement.

Mädchen für alles

Jetzt soll Ewald Schröder, der selbst lange aktiv Fußball gespielt hat, Kaffee kochen. Mädchen für alles halt. Auf dem Platz beginnt derweil das Turnier für die F-Jugendlichen. Neben den drei Kleinfeldern sitzt Gerhard Weitkämper. Er ist Turnierleiter, sammelt die Meldelisten ein, brieft die Trainer und kontrolliert, dass alles einen geregelten Lauf nimmt.

Ein Spruch hier, ein guter Rat da

Weitkämper, Spitzname „Kentucky“, kann kaum einen Satz beenden, ohne vorher unterbrochen zu werden. Mal gibt es eine Regelfrage, mal wollen die Schiris wissen, wo sie als nächstes pfeifen, mal gibt es Fragen zur Passkontrolle. Der Vater von drei Kindern regelt das alles völlig entspannt. Ein Spruch hier, ein guter Rat da und alle sind glücklich. „Mich stresst das hier eigentlich gar nicht. Das sieht für Außenstehende schlimmer aus als es ist. Ich brauch das“, lacht er.

Mittlerweile hat sich schon eine Art Netzwerk geformt

Dass überhaupt annähernd 100 Mannschaften teilnehmen, ist nicht zuletzt auch Rolf Schlingmann zu verdanken. Der pensionierte Lehrer hat im Vorfeld 500 Vereine kontaktiert. Aus dem gesamten Ruhrgebiet. „Mittlerweile hat sich schon eine Art Netzwerk geformt. Viele Teams kommen immer wieder zu uns“, erklärt er. Dass sie von all der Organisation im Hintergrund nicht viel mitbekommen, ist den drei Männern und allen anderen Helfenden zu verdanken.

INFO: Erlöse fließen in die Jugendabteilung

Das Jugendturnier lief insgesamt über zwei Tage. Teilgenommen haben Minikicker, sowie die F-D-Jugend.

In den vergangenen Jahren waren in der Regel drei Tage angesetzt, was in diesem Jahr terminlich allerdings nicht möglich war. Die Mannschaften kamen aus Duisburg, Letmathe, Dortmund, Gelsenkirchen und natürlich Bochum.

Die Erlöse des Turniers fließen in die Jugendabteilung des SV Langendreer 04. Aus dem Topf sollen Trikots, Fahrtengelder und andere anfallende Kosten bezahlt werden.

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