Wohnungsbau

Diakonie Ruhr baut auf Seniorenservice in Kirchharpen

Auf dem Baufeld der Diakonie gegenüber der Vinzentiuskirche entsteht ein Heim für betreutes Wohnen.

Auf dem Baufeld der Diakonie gegenüber der Vinzentiuskirche entsteht ein Heim für betreutes Wohnen.

Foto: Hans Blossey

Bochum-Kirchharpen.   Neue Wohnanlage mit Service im Alter entsteht an der Kattenstraße. In der Nachbarschaft gibt’s Kritik an der unbekannten Dimension des Gebäudes.

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Der Stadteil verändert sein Gesicht. Das alte evangelische Gemeindehaus am Vinzentiusweg ist bereits seit einiger Zeit abgerissen, die Fläche auf der Ecke Kattenstraße schon wieder zugewachsen. Das Gebäude hätte extrem aufwendig saniert werden müssen, die Gemeinde hatte sich aus diesem Grund für einen Neubau auf der anderen Seite der historischen St. Vinzentiuskirche entschlossen.

Schon vor über zwei Jahren war in diesem Zusammenhang bekannt geworden, dass die Diakonie Ruhr ein Konzept in Arbeit hatte, auf der früheren Wiese direkt gegenüber der Kirche eine Seniorenwohnanlage zu errichten. Dieses Vorhaben geriet bei den Nachbarn in Vergessenheit, weil sich auf dem Gelände lange Zeit nichts tat, nichts veränderte. Nun ist die Grube für einen Neubau ausgehoben, die Bodenplatte komplett betoniert, und die ersten Wände aus Fertigteilen geben bald eine Andeutung von der künftigen Gestalt.

27 barrierefreie Wohnungen

Diakonie-Geschäftsführer Reinhard Quellmann erzählt dazu, die Diakonie habe das Gelände vor langer Zeit von der Kirchengemeinde übernommen. Insgesamt sei hier ein Komplex mit 27 barrierefreien Wohnungen vorgesehen und genehmigt. 18 davon sind als Zwei-Zimmer-Wohnungen mit Grundflächen von 46 bis 64 Quadratmetern konzipiert, neun mit drei Zimmern zwischen 45 und 84 Quadratmetern. „Die Diakonie Ruhr sieht heute den Service- und Dienstleitungsansatz stärker im Mittelpunkt“, beschreibt Quellmann. Bislang sei der Begriff eher „Betreutes Wohnen für Menschen im Alter“ gewesen.

Eine Mitarbeiterin der Diakonie Ruhr soll nach Eröffnung des Seniorenzentrums stundenweise als Ansprechpartnerin und zur Unterstützung der Hausgemeinschaft zur Verfügung stehen, die Wohnungen sollen vermietet werden.

Konzept des Service-Wohnens wird bald vorgestellt

Quellmann unterstreicht die große Nachfrage nach dieser Wohnform: „Wir haben jetzt schon etwa 140 Anmeldungen oder Nachfragen nur für diese Adresse aus dem Umfeld.“

Die erste Planung für das Gelände wurde verworfen und für einen neuen Bauantrag abgeändert, so dass mehr Zeit verstrich als erwartet. Der Kirchengemeinde bot die Diakonie an, die konkrete Planung für das Viertel in Harpen und das Konzept des Service-Wohnens bald vorzustellen.

>> Neubau mit Tiefgarage für rund 4,3 Millionen Euro

  • Die Diakonie Ruhr GmbH, Fachbereich Altenhilfe, schätzt die Baukosten für die Anlage an der Kattenstraße auf etwa 4,3 Millionen Euro. Stellplätze sind in einer Tiefgarage vorgesehen.
  • Anwohner beklagen, Details, etwa Höhe und Form der Anlage, Zufahrt zur Tiefgarage, hätten auf einer Info-Veranstaltung dargestellt werden können. Die gab es aber noch nicht.

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