Brückenbau

Der Sheffieldring in Bochum wird am Wochenende voll gesperrt

Im vorigen August wurden die Stahlträger für die neue Brücke an der Wittener Straße eingebaut.

Im vorigen August wurden die Stahlträger für die neue Brücke an der Wittener Straße eingebaut.

Foto: Dietmar Wäsche

Bochum.   Wegen des Neubaus der Brücke auf der Wittener Straße wird der Sheffieldring voll gesperrt. Auch auf der Brücke selbst ändert sich einiges.

Wegen des Baus der neuen Brücke auf der Wittener Straße wird der Sheffieldring vom kommenden Freitagabend (9.) um 22 Uhr bis Montagmorgen (12.) um 5 Uhr in beide Richtungen voll gesperrt. Betroffen ist nur der Bereich unter der Brücke. Grund sind abschließende Arbeiten an dem neu gebauten Brückenteil. Aber auch auf der Brücke wird es in den nächsten Tagen einige Veränderungen geben.

Das neue, das südliche, Brückenteil ist jetzt nach rund einjähriger Bauzeit fertig montiert. Die Vollsperrung des Ringes ist erforderlich, weil der Stahlbau des neuen Bauwerks abschließend geprüft und außerdem Böschungen gerodet werden müssen. Außerdem laufen Vorbereitungen für die neue Verkehrsführung, die am übernächsten Wochenende (16. bis 18. November) auf der neuen Brücke eingerichtet wird.

Ab dann wird der stadteinwärts fahrende Verkehr, der jetzt noch über das alte, nördliche Brückenteil fließt, auf das neue Bauwerk umgeleitet. Kurz danach, noch Ende November, wird dann auch das alte Brückenteil abgerissen, teilte ein Sprecher der Stadt am Dienstag auf Anfrage mit.

Straßenbahnschienen werden verlegt

Die neue Verkehrsführung gilt bis zum Ende der kompletten Baustelle – voraussichtlich Herbst 2019 – und weist eine Besonderheit auf. Die Straßenbahngleise werden an den äußeren südlichen Rand der neuen Brücke verlegt, dazu werden nun die Gleise verlegt. Auf diese Weise will die Stadt vermeiden, dass für den stadteinwärts fahrenden Verkehr extra zwei zusätzliche Ampeln eingerichtet werden müssen.

Würde die Straßenbahn wie jetzt weiter in der Mitte des Brückenkomplexes fahren, müssten die Kraftfahrer gleich zweimal die Gleise überqueren. Zwei weitere Ampeln auf dieser stark befahrenen Ausfallstraße – 16.000 Fahrzeuge pro Tag – und die damit verbundenen Staus sollen den Pendlern aber nicht zugemutet werden.

Stadtauswärts bleibt es wie gehabt

Nach Abschluss der gesamten Baustelle in einem Jahr sollen die Bahnen wie jetzt auch wieder in der Mitte zwischen den Richtungsfahrbahnen fahren. Die provisorischen Gleise werden dann wieder zurückgebaut.

Für den Kraftverkehr, der stadtauswärts fährt, ändert sich auch im zweiten Brückenbaujahr nichts: Er muss auch weiterhin wie bisher die 2,3 Kilometer lange Umleitung über den Sheffieldring und den Opelring nehmen.

Die Brücke ist mehr als 50 Jahre alt und weist Risse im Beton auf. Die gesamten Kosten für den Ersatzbau schätzt die Stadt auf 7,5 Millionen Euro. Das Land übernimmt davon 3,5 Millionen Euro.

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