Mobilität

Der Radschnellweg RS1 wird jetzt entlang Wattenscheid gebaut

Norbert Mielke (links) sicherte sich die ersten Meter auf dem Radschnellweg und sprach mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (rechts).

Norbert Mielke (links) sicherte sich die ersten Meter auf dem Radschnellweg und sprach mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (rechts).

Foto: Ingo Otto

Wattenscheid/Gelsenkirchen.   Erster Teilabschnitt verläuft auf Gelsenkirchener Gebiet entlang der Stadtgrenze zu Bochum. Wattenscheid wird mehrfach an den RS1 angeschlossen.

Der Radschnellweg RS1 nähert sich. Offiziell wurde am Freitagnachmittag der Baubeginn des Teilstücks „Gelsenkirchen im Bereich Wattenscheider Bach“ gefeiert. Eine symbolische Draisinenfahrt, die den traditionellen Spatenstich ersetzte, fand dafür direkt hinter dem Lohrheidestadion in Wattenscheid (Nahe Hollandstraße) statt.

Erstes Teilstück geht bis zur Hollandstraße

Die 1,1 Kilometer lange Strecke, eines von drei Teilstücken auf Gelsenkirchener Gebiet, wird auf der alten Trasse der Rheinischen Bahn, diese markiert zudem die Stadtgrenze, verlaufen. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) formulierte es daher direkter: „Der RS1 kommt in Bochum an.“ Speziell in Wattenscheid.

Gebaut wird zunächst nur bis zur Hollandstraße, von dort geht es erst 2022 in Gelsenkirchen weiter bis Aschenbruch/Parkstraße. Mehrfach wird die neue Radstrecke an Wattenscheid angeschlossen. Katja Hüskes, Leiterin des Projektteams RS1 der Stadt Bochum, erläutert: „Es wird Zu- und Abfahrten in südlicher Richtung nach Wattenscheid hin geben.“

Geplant sind diese über die Krayer, Gelsenkirchener und Holland-, im weiteren Verlauf über die Ückendorfer Straße. Ab Aschenbruch/Parkstraße verläuft der RS1 dann offiziell durch Wattenscheid mit Anschlüssen an die Steinhaus-, Sommerdellen- und Blücherstraße. Dieser rund 3,2 Kilometer lange Bauabschnitt soll an der Darpestraße in Bochum enden. Verbindungen zur Erzbahntrasse sollen im weiteren Verlauf „in Höhe der Deponie Marbach und der Porschestraße entstehen“, so Hüskes.

In Wattenscheid geht es 2020 los

Auf den ersten Spatenstich in Wattenscheid hofft die Projektleiterin in 2020: „Wahrscheinlich eher gegen Ende des Jahres. Die Bauzeit wird circa 1,5 Jahre betragen.“

Die vorbereitenden Rodungen sind mittlerweile abgeschlossen, so Hüskes weiter. Gut sichtbar sind die Schneisen im Bereich der Steinhaus- und Blücherstraße. „Als nächstes stehen Vermessungen und eine Untersuchung des Baugrunds an.“

Auf der alten Trasse der Rheinischen Bahn sollen Radler schon ab Ende 2019 bis zur Hollandstraße fahren können, informiert Straßen.NRW. Der Landesbetrieb kooperiert in diesem Baubereich mit der Emschergenossenschaft.

NRW-Verkehrsminister Wüst blickt voraus

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) blickte beim Baustart über kommunale Grenzen hinaus: „Wir freuen uns über jedes Teilstück.“ Aber: „Spatenstich ist schön, Freigabe ist noch schöner.“

Praktisch und alltagsnah äußerte sich Radler Manfred Neitzel (75): „Der RS1 ist ein gutes Projekt, aber man muss alle Kriterien bedenken. Auch Löcher in den Straßen müssen ausgebessert werden.“

>>> Gelsenkirchener Abschnitt ist 2,8 Kilometer lang

Der gesamte Abschnitt Gelsenkirchen entsteht auf der ehemaligen Trasse der Rheinischen Bahn zwischen der Hattinger Straße (Stadtgrenze Essen) und Aschenbruch/Parkstraße in Wattenscheid (Stadtgrenze Bochum).

Unterteilt ist die insgesamt 2,8 Kilometer lange Strecke auf Gelsenkirchener Gebiet in drei Bauabschnitte. Das kurze zweite Teilstück zwischen Hattinger und Krayer Straße soll ab 2020 gebaut werden, informiert Straßen.NRW.

Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek und Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, eröffneten den Baubeginn am Freitag (15. März) gemeinsam mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch informierte über die geplanten Strecken auf Wattenscheider und Bochumer Gebiet.

Leserkommentare (4) Kommentar schreiben