Auszeichnung

Bochumer Wissenschaftlerin erhält ersten Landeslehrpreis NRW

An der Ruhr-Universität Bochum lehrt Dr. Katrin Bente Karl.

An der Ruhr-Universität Bochum lehrt Dr. Katrin Bente Karl.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Bochum.  NRW zeichnet fünf herausragende Hochschullehrende aus. Eine davon ist an der Ruhr-Universität Bochum tätig: Dr. Katrin Bente Karl.

Dr. Katrin Bente Karl von der Ruhr-Universität Bochum ist eine von fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die mit dem erstmals verliehenen Landeslehrpreis Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet wurden. Die Oberstudienrätin im Hochschuldienst am Seminar für Slavistik bzw. dem Lotman-Institut der Ruhr-Uni erhielt den Preis in der Kategorie“ Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements“ am Dienstagabend im Rahmen einer Feierstunde aus den Händen von Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Ebenso wie die vier anderen Preisträger erhält Katrin Bente Karl ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro. Es soll für die Weiterentwicklung der Lehre eingesetzt werden. Aus 76 Vorschlägen und Bewerbungen hat eine Fachjury aus Lehrenden und Studierenden fünf Preisträger ausgewählt. „Die Preisträgerinnen und Preisträger haben den Mut, neue Wege zu gehen und sind wichtige Vorbilder für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Mit dem Landeslehrpreis möchte die Landesregierung ihre herausragenden Leistungen würdigen und sichtbar machen“, so Ministerin Pfeiffer-Poensgen.

Projekt mit großem Nutzen

Karl zeigt ihren Studierenden, so heißt es, „in welcher Weise sie mithilfe ihres Wissens und Handelns Gesellschaft mitgestalten, verändern und prägen können. Illustrieren lassen sich ihr Lehrverständnis und ihre Lehrpraxis insbesondere an ihrem Projekt ‘UnVergessen’: Sie verbindet in diesem Projekt das soziale Engagement der Studierenden mit dem Fach slawische Philologie und regt ihre Studierenden zu interkulturellem Lernen an.“ Die Studierenden besuchen ältere - teilweise demente - Menschen mit slawischem Migrationshintergrund in Pflegeheimen, um mit ihnen Polnisch oder Russisch zu sprechen. Das Projekt habe einen großen Nutzen für die Betroffenen in den Seniorenheimen und sei zugleich ein innovativer Ansatz intergenerationalen Lernens.

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