Gründerszene

Bochumer Universitäts-Programm bringt Start-ups auf Kurs

Professor Christof Paar (r.) berät Philipp Koppe (M.) Benjamin Kollenda (l.) und Marc Fyrbiak. Das Trio möchte bald seine Firma Emproof gründen. Das Horst-Görtz-Institut hat Mittel vom Bund erhalten und hilft seit neuestem Start-Ups.

Foto: Dietmar Wäsche

Professor Christof Paar (r.) berät Philipp Koppe (M.) Benjamin Kollenda (l.) und Marc Fyrbiak. Das Trio möchte bald seine Firma Emproof gründen. Das Horst-Görtz-Institut hat Mittel vom Bund erhalten und hilft seit neuestem Start-Ups.

Bochum.   Das Thema Start-up, also junge, innovative Firmen, beschäftigt das Horst-Görtz-Institut (HGI) für IT-Sicherheit an der Ruhr-Uni seit seiner Gründung 2002 – und das sehr erfolgreich. „Wir haben in den letzten Jahren 17 Start-ups hervorgebracht. Darunter sind Übernahmen von Google, Bosch und dem TÜV Rheinland“, erklärt Prof. Christof Paar. Nun geht das HGI einen weiteren Schritt. Durch eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung konnte das Institut im Dezember 2017 einen „Gründungsinkubator“ ins Leben rufen.

Das Thema Start-up, also junge, innovative Firmen, beschäftigt das Horst-Görtz-Institut (HGI) für IT-Sicherheit an der Ruhr-Uni seit seiner Gründung 2002 – und das sehr erfolgreich. „Wir haben in den letzten Jahren 17 Start-ups hervorgebracht. Darunter sind Übernahmen von Google, Bosch und dem TÜV Rheinland“, erklärt Prof. Christof Paar. Nun geht das HGI einen weiteren Schritt. Durch eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung konnte das Institut im Dezember 2017 einen „Gründungsinkubator“ ins Leben rufen.

Fünf neue Stellen geplant

Dahinter verbirgt sich ein System, das Studierende bei der Unternehmensgründung begleiten soll. „Unser Inkubator baut auf drei Säulen: Sensibilisierung, Technologieentwicklung und Firmenaufbau“, erklärt Friederike Schneider, die Referentin der Geschäftsstelle. Nicht nur Studierende, die bereits eine Neugründung planen, sollen angesprochen, sondern auch diejenigen sensibilisiert werden, die eine solche Idee bisher noch nicht ins Auge gefasst haben. Der Inkubator hilft den IT-Experten auch bei Fachfragen.

Wie die Umsetzung stattfinden kann, dafür haben die Initiatoren rund um Professor Paar eine Menge Ideen. Seminare und Blockseminare, Vortragsreihen, persönliche Beratungen, ein Gründungsplanspiel, vieles ist in den nächsten Monaten möglich. Fünf neue Mitarbeiter werden sich in Zukunft um die Belange der IT-Sicherheits-Ausgründer kümmern.

Erst einmal ist die Förderung des Bundes im Rahmen der Initiative „StartUpSecure“ auf ein Jahr ausgerichtet. In dieser Zeit erhält das Institut 500 000 Euro. „Aber es gibt die Aussicht auf Verlängerung um weitere zwei Jahre“, ist Referentin Friederike Schneider optimistisch. Diese würden dann jeweils mit einer Millionen Euro bezuschusst.

Sicherheitssystem schützt vor Produktpiraten

Ein Start-up im Bereich IT-Sicherheit, das in Zukunft vom Inkubator profitieren wird, ist das Team von „Emproof“. Benjamin Kollenda, Marc Fyrbiak und Philipp Koppe befassen sich mit der Sicherheit von Kleincomputern, wie sie sich in Kühlschränken oder anderen Haushaltsgeräten befinden. Diese sind oft leicht auszulesen, was sie anfällig für Produktpiraterie macht. Dagegen entwickeln die IT-Experten ein Sicherheitssystem.

Ende 2018 wollen sie ihre Firma gründen, bis dahin können sie noch jede Unterstützung gebrauchen: „Entwickeln ist die eine Sache, Außendarstellung eine andere“, sagt Marc Fyrbiak. Sei es Beratung bei Marketing und Betriebswirtschaft, bei der Vernetzung oder der Vermittlung von Räumen. In vielen Punkten kann die Anlaufstelle den Gründern helfen.

Gründungsinkubator eröffnet am 9. Mai

Der 3. Security-Pitch, also die Vorstellung einer Geschäftsidee in kurzer Zeit, wird am 14. Juni im Veranstaltungszentrum der RUB ausgetragen. Start-ups haben da die Möglichkeit, ihr Projekt einem Fachpublikum zu präsentieren. Bewerbungen an: friederike.schneider@rub.de

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik