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Bochumer SPD geht beim Parteitag mit sich hart ins Gericht

Narin Arslan, Thomas Eiskirch, Christopher Wysotzki und Axel Schäfer diskutierten am Montag beim Parteitag in der Wattenscheider Stadthalle mit Thorsten Kröger über die Zukunft der SPD.

Foto: Gero Helm

Narin Arslan, Thomas Eiskirch, Christopher Wysotzki und Axel Schäfer diskutierten am Montag beim Parteitag in der Wattenscheider Stadthalle mit Thorsten Kröger über die Zukunft der SPD. Foto: Gero Helm

Bochum.   Beim ersten Parteitag nach der Bundestagswahl übt die Bochumer SPD Selbstkritik. Vorsitzender Karsten Rudolph spricht von „existenzieller Krise“.

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Bei ihrem ersten Parteitag nach der Bundestagswahl hat die Bochumer SPD scharfe Selbstkritik geübt. „Wir haben keine Formschwäche, wir haben ein strukturelles Problem“, sagte der Bochumer SPD-Chef Karsten Rudolph am Montagabend vor 136 Delegierten in der Wattenscheider Stadthalle. „Wir sind in eine existenzielle Krise gestürzt.“

Axel Schäfer: „SPD muss nach links rücken“

Eine „lebhafte Debatte“ hatten die Sozialdemokraten in ihrer Einladung zum Parteitag versprochen. Generalsekretär Hubertus Heil hätte kommen sollen, ist aber wegen der Neuwahlen in seiner Heimat Niedersachsen mit Wahlkampf beschäftigt. Stattdessen diskutierten Oberbürgermeister Thomas Eiskirch als Mitglied des SPD-Landesvorstands und Bundestagsmitglied Axel Schäfer mit den beiden jungen Genossen Narin Arslan und Christopher Wysotzki über die Gründe für das schlechte Abschneiden bei der Landtags- und Bundestagswahl – und über die Zukunft der Partei.

„Die SPD muss mehr nach links rücken“, hatte der Bochumer Direktkandidat Axel Schäfer bereits am Sonntag im ZDF gesagt. Dem widerspricht OB Eiskirch: „Wir sind nicht verrückt, Angela Merkel hat die CDU sozialdemokratisiert.“ Die SPD müsse sich wieder an denjenigen orientieren, die „eine Gesellschaft des Zusammenhalts“ wollen. „Wir sind gerade keine Volkspartei.“

Mitgliederzuwachs seit der Bundestagswahl

Karsten Rudolph hatte zuvor in seiner Rede bereits den Appell an die Ortsvereine gesendet, „sich um neue Mitglieder zu kümmern“. Denn derzeit verzeichnet die Partei wieder einen Mitgliederzuwachs. Rund 250 Bochumer seien in diesem Jahr in die SPD eingetreten, allein 40 davon seit der Bundestagswahl.

Beim nächsten Parteitag Ende November wolle die SPD ihren Zukunftsbericht vorstellen und Bilanz ziehen. „Wir haben einen anstrengenden Reformprozess vor uns.“

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