Auseinandersetzung

Bochumer Schüler durch Messerstich verletzt - Syrer in Haft

Gegen 8.20 Uhr eilte die Polizei zu einer Massenschlägerei an der Schmechtingwiese und nahm elf Jugendliche vorläufig fest.

Gegen 8.20 Uhr eilte die Polizei zu einer Massenschlägerei an der Schmechtingwiese und nahm elf Jugendliche vorläufig fest.

Foto: HO

Bochum.   Bei einer Massenschlägerei in Bochum ist ein 15-jähriger Schüler verletzt worden. Ein 16-Jähriger soll mit einem Messer zugestochen haben.

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Ein 15-jähriger Schüler ist am Freitag bei einer Messerattacke so schwer verletzt worden, dass er stationär im Krankenhaus behandelt werden muss. Als Tatverdächtiger steht ein 16-jähriger Flüchtling aus Syrien im Zentrum der Ermittlungen.

Er wurde noch am Freitagabend wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes der Haftrichterin vorgeführt. Die Richterin erließ einen Haftbefehl, der Verdächtige wurde in eine Jugendstrafanstalt gebracht.

Was war geschehen:

Um 8.20 Uhr ging ein Anruf bei der Polizei ein, dass sich 20 bis 25 Jugendliche auf der Schmechtingwiese prügeln sollen. Auch von einem Messer war die Rede. Zehn Minuten später kam ein weiterer Anruf, diesmal vom Rettungsdienst. Diesen hatte ein Lehrer der Heinrich-Böll-Gesamtschule alarmiert, die wenige Hundert Meter von der Wiese entfernt liegt.

Lebensgefahr bestehe nicht

In der Schule war der verletzte Schüler aufgetaucht mit einer blutenden Wunde im Schulter- und Rückenbereich. „Der Stich ging Gott sei Dank nicht so tief, dass die Lunge getroffen wurde, so dass nach Auskunft der Ärzte derzeit keine Lebensgefahr besteht“, sagt Staatsanwalt Danyal Maibaum der WAZ.

Bis in den Nachmittag hinein hielt die Polizei elf Jugendliche fest, um abzuklären, wer Tatbeteiligter und wer nur Zeuge ist. Sechs durften nachmittags wieder gehen. Auch ein zweiter Jugendlicher wurde bei der Auseinandersetzung verletzt, am Knie. Warum sich die Jugendlichen – die meisten 14 und 15 Jahre alt – gestritten haben, ist unbekannt.

Eltern waren in großer Sorge

Die Nachricht von der Messerattacke versetzte Eltern der Schule in größte Sorge. „Viele Eltern haben untereinander telefoniert, um zu fragen, ob man weiß, wer das Opfer ist aus Sorge, dass es das eigene Kind ist“, sagte der Vater eines Schülers. Was die Sicherheit seines Kindes in der Schule betrifft, habe er jetzt „kein gutes Gefühl“ mehr.

Er fügt hinzu: „Die Gefahr hat aus meiner Sicht zugenommen, auf dem Weg zur Schule oder in der Schule in einen gewalttätigen Konflikt zu geraten im Zusammenhang mit Zuwanderung.“ (mit red)

>>>INFO: Schüler (17) trotz Haftstrafe im Unterricht

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