Tulpenaktion

Bochumer Rotarier beim Welttag gegen Kinderlähmung aktiv

Ehrenamt bei schattigen Temperaturen: Nora Fiedler-Albinus (Rotaract Bochum) und Christian Möcklinghoff (Rotary Club Bochum-Hellweg) boten Tulpenzwiebeln auf der Huestraße feil.

Ehrenamt bei schattigen Temperaturen: Nora Fiedler-Albinus (Rotaract Bochum) und Christian Möcklinghoff (Rotary Club Bochum-Hellweg) boten Tulpenzwiebeln auf der Huestraße feil.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die Bochumer Rotary-Clubs beteiligten sich mit einer Benefiz-Aktion am Welt-Polio-Tag. Für den guten Zweck wurden Tulpenzwiebeln ausgegeben.

„Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist grausam!“ – Noch gut bekannt ist der Slogan, mit dem seit den 1960er Jahren in Deutschland der Kampf gegen Poliomyelitis, spinale Kinderlähmung, erfolgreich geführt wurde. Eine Welt ohne Polio gilt seither als große Aufgabe. Ihr hat sich der Serviceclub Rotary International verschrieben.

Info-Stände an drei Plätzen in der City

Weltweit waren anlässlich des Welt-Polio-Tages am 24. Oktober Rotarierinnen und Rotarier im Kampf gegen Kinderlähmung aktiv - auch in Bochum. Mit Info-Ständen machten am Samstag Mitglieder der sechs Bochumer Clubs und ihrer Jugendorganisationen, Rotaract und Interact, in der Innenstadt auf die Problematik aufmerksam.

An der Drehscheibe, auf der Kortumstraße und auf der Huestraße hatten sich die Ehrenamtlichen unter dem Zeichen des rotarischen Rads versammelt.

Geduld war gefragt. Das trübe Wetter und die negative Corona-Stimmung drückten aufs Interesse der Passanten, wo sie doch eigentlich „aufblühen“ sollten, denn die Polio-Infos waren mit einer Tulpenzwiebeln-Spendeaktion verbunden. „122.000 Tulpen sollen im Frühjahr in den Gärten blühen - stellvertretend für ebenso viele durchgeführte Polio-Impfungen weltweit“, so Christian Möcklinghoff vom RC Bochum-Hellweg, einer der Mitorganisatoren.

Erlös des Tages wird zu 100 Prozent gespendet

Der Wert einer Tulpenzwiebel sichert bis zu drei Impfungen, eine Packung mit zehn Zwiebeln war für eine Mindestspende von 6,50 Euro erhältlich. Die Papiertüten fanden guten Absatz. „Der Erlös des Tages geht zu 100 Prozent an das rotarische Polio-Impfprojekt“, so Christian Möcklinghoff.

Rotary setzt sich gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und dem Kinderhilfswerk Unicef seit Ende der 1970er Jahre für die medizinische Hilfe gegen Kinderlähmung ein. Mit großem Erfolg: Afghanistan und Pakistan sind die letzten verbleibenden Länder, in denen das Polio-Virus noch aktiv ist.

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