Pfadfinder

Bochumer Pfadfinder feiern 50. Jubiläum im Zentrum

Laura Ulrich, Nils Wachhorst und die Bezirksvorsitzende Kristina Kovalik (v.l.) schätzen den Zusammenhalt bei den Pfadfindern.

Foto: Ingo Otto

Laura Ulrich, Nils Wachhorst und die Bezirksvorsitzende Kristina Kovalik (v.l.) schätzen den Zusammenhalt bei den Pfadfindern. Foto: Ingo Otto

Bochum.   Am 14. April ist es so weit. Dann wird bei den Bochumer Pfadfindern gefeiert. Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass die Gründerväter die hiesigen Ortsgruppen zu einem Bezirk zusammenschlossen. Der Festakt soll im Zentrum der Stadt begangen werden. Auf dem Dr.-Ruer-Platz.

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Am 14. April ist es so weit. Dann wird bei den Bochumer Pfadfindern gefeiert. Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass die Gründerväter die hiesigen Ortsgruppen zu einem Bezirk zusammenschlossen. Der Festakt soll im Zentrum der Stadt begangen werden. Auf dem Dr.-Ruer-Platz.

Namen der Gründer sind unbekannt

Seit der Gründung habe es bei den Pfadfindern ein „stetiges Wachstum“ gegeben, wie die Bezirksvorsitzende Kristina Kovalik weiß. Wer allerdings genau den Bochumer Verband ins Leben gerufen hat, dazu schweigen die Annalen. Noch versuche man, die Namen der Gründer herauszufinden. Wer Infos dazu hat, könne sich gerne melden. Über die Gegenwart wissen die jetzigen Leiter allerdings viel zu sagen: 1200 Pfadfinder gibt es in Bochum, aufgeteilt in 15 Ortsgruppen oder „Stämme“. Regelmäßig kommen sie zusammen, beispielsweise alle vier Jahre beim „Bezirkspfingstlager“, das beim letzten Mal rund 650 Leute beherbergte. Bochum, da ist sich die Bezirksvorsitzende sicher, ist für die Gruppen bestens geeignet. In der Großstadt sorge das Vereinsleben für ein wenig Abwechslung im Grau. In Bochum seien die Wege zwischen den Ortsverbänden zudem kurz, es brauche nicht lang, um ins Grüne zu gelangen. So konnte die Organisation hier gut wachsen.

Nun soll das Jubiläum gemeinsam begangen werden.

Wie die genauen Parameter aussehen, das wird derzeit noch mit den Behörden abgestimmt. Eigentlich wollte man eine Zeltstadt errichten. „Auf jeden Fall wird es ein Zelt geben.“ Da ist sich Kristina Kovalik sicher. Auch ein Torten-Anschneiden und schmissige Gitarrensongs dürfen zum Jubiläum nicht fehlen.

Balkon fürs Luftbild gesucht

Geplant ist zudem ein Luftbild: Die Pfadfinder wollen sich als Lilie aufstellen. Dazu suchen sie derzeit noch jemanden am Dr.-Ruer-Platz, der seinen Balkon für den Fotografen zur Verfügung stellen würde. Geben wird es außerdem eine Umfrage über das Bild der Pfadfinder in der Bevölkerung. Viele Vorurteile würden nach wie vor dazu bestehen. Vergleiche mit der Hitlerjugend kämen beispielsweise regelmäßig vor, wegen der Kluften, also der Hemden. „Aber die Pfadfinder gab es schon vor der Hitlerjugend“, erzählt die Bezirksvorsitzende.

Auch das Bild vom Waldburschen oder den Plätzchenverkäufern ist nur bedingt richtig. „Was wir tun, ist allumfassender“, so Kovalik. Rauskommen sei ein Teil der Pädagogik. Aber auch das gesellschaftliche Engagement spiele eine Rolle. Außerdem haben sich in den letzten Jahren Dinge verändert. „Morgenappell und Frühsport kommt nicht mehr gut an“, weiß die 28-Jährige. Schatzsuche könne man heute außerdem mit einem GPS machen.

Mitbestimmung ist wichtig

Doch an den Grundwerten habe sich nichts geändert. Das merkt man auch, wenn man die jungen Engagierten nach ihrer Motivation fragt: „Hier kann man dem Alltag entfliehen“, erzählt Nils Wachhorst. „Es sind die Leute, mit denen wir hier zusammenarbeiten“, ergänzt Laura Ulrich. Mitbestimmung wird bei den Bochumer Pfadfindern groß geschrieben. So können auch einfache Mitglieder Anträge stellen und die Ausrichtung so mitbestimmen.

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