Online-Service

Bochumer Mängelmelder wird immer häufiger genutzt

Schlaglöcher rangieren in der Statistik des städtischen Mängelmelders ganz weit oben.

Schlaglöcher rangieren in der Statistik des städtischen Mängelmelders ganz weit oben.

Foto: Ingo Otto

Bochum.   Der Mängelmelder der Stadt Bochum wird immer häufiger genutzt. 6000 Bürger informierten im vergangenen Jahr über Missstände im Stadtgebiet.

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Immer mehr Bürger nutzen den Mängelmelder der Stadt. 6000 Beschwerden gingen im vergangenen Jahr ein. 2016 waren es 3700. „Wir schreiben eine Erfolgsgeschichte“, sagt Ralph Leitmann, der als Internet-Experte im Rathaus den elektronischen Kummerkasten betreut.

Die hohe Zuwachsrate zeige: „Die Bochumer nehmen den Mängelmelder an. Denn sie wissen: Nichts fällt unter den Tisch.“

28 Rubriken stehen zur Auswahl

Im August 2014 war die Stadt mit dem Online-Service an den Start gegangen. Von A wie defekte Ampeln bis W wie wilde Müllkippe: Die Einträge im Netz sollen es den Bürgern leichter machen, über Missstände zu informieren und um Abhilfe zu bitten. 28 Rubriken sind auf der Homepage aufgelistet. Neben den Fachämtern (meist der Technische Betrieb sowie das Tiefbau-, Straßenverkehrs- und Grünflächenamt) sind es auch die Stadtwerke, die Bogestra und der USB, an die die Klagen je nach Zuständigkeit weitergeleitet werden.

Ralph Leitmann weiß: Verlässlichkeit ist das wertvollste Gut. Zwar gibt es am WAZ-Lesertelefon immer wieder Kritik, dass Ärgernissen von der Stadt nicht oder erst nach Wochen nachgegangen werde. Die Verwaltung hingegen versichert: „Jede Eingabe wird bearbeitet.“ Mitunter noch am selben Tag, wie Leitmann erklärt: „Ist Gefahr in Verzug, etwa bei größeren Schlaglöchern, wird der Schaden kurzfristig geprüft und behoben.“ Die allermeisten weiteren Mängel würden binnen Tagen abgestellt.

Die unrühmliche Hitparade hat sich während der zweieinhalb Jahre kaum verändert. Tiefe Krater im Straßenasphalt, wackelige Gehwegplatten, wucherndes Grün und funzelige oder komplett ausgefallene Straßenbeleuchtung belegen nach wie vor die vordersten Plätze. Auch die offenbar unbelehrbaren Nunkis (Nacht- und Nebelkipper), die ihren Sperrmüll und sonstigen Unrat auf Grünflächen und in Wäldern abladen, finden Niederschlag in der Mängel-Statistik.

Dabei gilt grundsätzlich: Der Melder soll nur für die Übermittlung von akuten Schäden und Gefahren genutzt werden. „Kleine ,Schönheitsfehler’ gehören nicht dazu“, heißt es auf der Portalseite der Stadt.

Bürger als Kontrolleure

Im Rathaus habe sich die virtuelle Beschwerdestelle etabliert, betont Ralph Leitmann. So hat der Technische Betrieb schon frühzeitig die Vorteile erkannt: „Gehwegschäden erreichen uns nun deutlich schneller als durch die eigenen Rundgänge“, hieß es bereits 2015 in einer ersten Bilanz. „Die Bürger sind unsere Kontrolleure.“

Dabei wird es auch den Sachbearbeitern in den Ämtern und bei den Stadt-Töchtern einfacher gemacht. Beispiel: Lichtzeichenanlagen. Anfangs lautete die Mängelmeldung im Netz schlicht: „Ampel defekt.“ Die Mitarbeiter rückten aus, ohne zu wissen, welche Reparatur sie erwartet. Brauchen sie einen Hubwagen, um Birnen zu wechseln oder Sträucher zu kappen, oder reicht ein Schraubendreher für einen kaputten Taster? Nunmehr zeigen vier Unterrubriken die konkreten Schäden an: von „Komplettausfall“ bis „zugewachsen“. Der Störungstrupp kann sich gut gewappnet an die Arbeit machen.

>> INFO: Jede zweite Meldungerfolgt über Homepage

  • Der Mängelmelder der Stadt ist im Internet unter der Adresse www.bochum.de/maengelmelder abzurufen.

  • Jede zweite Meldung erfolgt über die Homepage, jeweils ein Viertel über das Smartphone und die App.

  • Auf Wunsch erhalten die Nutzer eine Rückmeldung.

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