Pflanzentipps

Bochumer Foodblogger zeigt seinen mediterranen Kräuterbalkon

Peter Krauskopf hat sich auf seinem Balkon ein kleines grünes Paradies

Foto: Ingo Otto

Peter Krauskopf hat sich auf seinem Balkon ein kleines grünes Paradies

Bochum.   Peter Krauskopf setzt auf aromatisches Grün mit Blüten. Im Sommer wirdsein Balkon in Ehrenfeld ein Sehnsuchtsort für laue Abende.

Peter Krauskopf trinkt gerne ein Glas Wein auf seinem Balkon in Ehrenfeld. Dieser Ort ist ein Grund, warum er in 30 Jahren nicht umgezogen ist. „Wenn ich mir größere Wohnungen angeschaut habe, ging der Blick vom Balkon häufig auf einen Parkplatz oder ähnliches“, sagt der 62-Jährige. Sein Freiluftvergnügen in Südwestlage vergrößert hier eine Kastanie, die mächtiger kaum sein könnte. Sie schenkt ihm Schatten, aber steht so günstig, dass die Sonne am Nachmittag ihre Strahlen durch die Lücken im Blätterdach schicken kann: „Man meint ja, ich wohne in einem Baumhaus“, sagt er schmunzelnd.

Foodblog über das kulinarische Ruhrgebiet

Peter Krauskopf liebt gutes Essen. Er betreibt einen eigenen Foodblog über das kulinarische Ruhrgebiet und gibt Kochkurse an der Volkshochschule Herne. Entsprechend seiner Leidenschaft verwandelt er den circa dreieinhalb Meter langen und einen Meter tiefen Balkon in seinen Kräutergarten. Ein üppiger Rosmarin begleitet ihn schon mehrere Jahre. Gerade steht er in blauvioletter Blüte. „Das ist ein Kaltblüher. Er blüht immer wieder, sogar im Winter“, sagt er und weist auf ein Bild, dass den Rosmarin mit Schneehaube zeigt. Auch der Schnittlauch hat jetzt Knospen, aus denen schon bald lilafarbene Tupfen platzen werden.

„Hummeln und Bienen gehen alle an die Kräuter“, sagt Krauskopf. Er selbst bindet sich Aromasträußchen für seine Soßen oder streut mal einen Hauch Sauerampfer als Pfiff auf Nudeln und Salat.

Damit sein Kräuterbalkon das ganze Jahr ansehnlich bleibt, folgt er einem Prinzip. „Analog zur Dreifelderwirtschaft habe ich eine Drei-Töpfe-Wirtschaft: einer zum Abernten, einer zum Nachwachsen und einer zum Anschauen“, sagt er. Inspiriert von Italien mag er die üppige Vegetation, die nicht der Gartenschere zum Opfer fällt. Ein Olivenstämmchen fehlt hier nicht, genauso wenig wie eine tiefrote Kletterrose. Sie ist hier wirklich die Königin, wenn sie ab Juni in voller Blüte als Sichtschutz fungiert.

Tontöpfe und einige Weidenkörbe

Peter Krauskopf nutzt ausschließlich Tontöpfe und einige Weidenkörbe. Die natürliche Farbe des Terrakottas schmeichelt dem Grün, so dass mediterranes Freiluftflair aufkommen kann. Rechts und links hat Krauskopf Rankhilfen angebracht. Völlig simpel, supergünstig und zweckmäßig: Vier Dachlatten sind als Rechteck zusammengenagelt, mit Draht am Geländer befestigt und an die Wand geschraubt.

Während links die Kletterrose ihren dramatischen Sommerauftritt vorbereitet, wuchert rechts der Knöterich und bietet auch im Schatten sattes Grün. „Er verdeckt die hässliche Wand und ich habe eine Art Laube“, sagt Krauskopf über den wilden Wuchs. Zum Hingucker werden im Frühsommer einige Erdbeeren. Sie sorgen für süße Farbkleckse und landen in einem cremigen Nachtisch.

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