Puppenspiel

Bochumer Fidena-Festival setzt zum Endspurt an

Werbung fürs Fidena-Festival: Gemeinsam mit der Kasper-Puppe „Punch Agathe“ machte sich eine Nilpferd-Figur auf den Weg durch die Innenstädte in Bochum und Essen.

Foto: Socrates Tassos

Werbung fürs Fidena-Festival: Gemeinsam mit der Kasper-Puppe „Punch Agathe“ machte sich eine Nilpferd-Figur auf den Weg durch die Innenstädte in Bochum und Essen. Foto: Socrates Tassos

Bochum.  Am 18. Mai finden die letzten Vorstellungen statt. Das Figurentheaterkolleg steuert eine Ausstellung bei, die die Puppenspielszene dokumentiert.

Am Freitag (18.) endet die Fidena, das Figurentheater der Nationen. Im 60. Jahre seines Bestehens hat das Festival die Stadt mit den verschiedensten kulturellen Attraktionen bereichert – man denke an die spektakuläre „Punch Agathe“-Aktion, bei der die größte Figur der Welt durch Bochum marschierte. Mit der Fidena geht auch die Unima zu Ende, die Internationale Räteversammlung der Figurentheater, die zum zweiten Mal in Bochum zu Gast war.

Die Unima – Union Internationale de la Marionnette – ist die älteste Theaterorganisation der Welt und als Nicht-Regierungsorganisation der Unesco angegliedert. An der Räteversammlung, die turnusmäßig alle zwei Jahre stattfindet, nahmen diesmal hundert Akteure aus 29 Ländern teil. Neben der täglichen Kongressarbeit im Ruhrcongress lernten die internationalen Gäste Orte der Industriekultur kennen – und konnten sich im Programm der Fidena selbst einen Eindruck davon verschaffen, wie kreativ die weltweit gut vernetzte Szene ist.

„Ich bin stolz, dass diese Kontinente übergreifende Zusammenkunft nach den 60er Jahren nun zum zweiten Mal in Bochum stattfinden konnte. Ziel des Kongresse ist die Völkerverständigung und die weltweite Förderung des Figurentheaters und des Erhalts seiner kulturellen Wurzeln und Vielfalt“, so Fidena-Intendantin Annette Dabs. Der nächste Unima-Kongress findet 2020 auf Bali statt.

Begleitend zum Unima-Meeting zeigt das Figurentheater-Kolleg Langendreer eine sehenswerte Wanderausstellung, die der Verband Deutscher Puppentheater VDP in seinem 50. Jubiläumsjahr zusammengestellt hat. Sie besteht aus 50 künstlerisch gestalteten Holzkästen voller Erinnerungen, Augenblicken, Momentaufnahmen und Perspektiven des Puppen-/Figurentheaters von gestern, heute und morgen.

„Die Mitgliedsbühnen des Verbandes geben auf diese Weise nicht nur dem Verband, sondern auch der Ausstellung die Existenzgrundlage: durch ihre Kunst, ihr Handwerk, ihre Geschichten, ihre Arbeit und ihre Kreativität“, betont Birgit Hollack, Leiterin des Figurenkollegs. In Anlehnung an den Lebensalltag der meisten Puppenspieler wird die Ausstellung durch ganz Deutschland wandern.

Die 50 Kästen spiegeln frei gestaltet, vielfältig, verrückt und voller Fantasie das ganze Spektrum der einzelnen Theater wider. Sie ermöglichen anhand von Fotos, Filmen und Figuren Einblicke in die Arbeit, die Historie und die künstlerischen Erfolge des VDP.

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