Gesundheitscampus 2

Bochum will zweiten Gesundheitscampus bauen

Insgesamt neun Hektar groß ist das Gelände des stillgelegten RWE-Kraftwerks Prinz Regent. An dieser Stelle könnte der Gesundheitscampus 2 entstehen. Noch gehört die Fläche dem Energiekonzern.

Insgesamt neun Hektar groß ist das Gelände des stillgelegten RWE-Kraftwerks Prinz Regent. An dieser Stelle könnte der Gesundheitscampus 2 entstehen. Noch gehört die Fläche dem Energiekonzern.

Foto: Dietmar Wäsche

Bochum.   Der Gesundheitscampus an der Universitätsstraße hat sich als Erfolgsmodell erwiesen. Nun plant die Stadt einen zweiten Gesundheitscampus.

Das Erfolgsmodell „Gesundheitscampus“ soll eine Fortsetzung bekommen. Nachdem das Areal an der Universitätsstraße mit der Hochschule für Gesundheit, öffentlichen Einrichtungen aus dem Medizinsektor und Unternehmen der Medizinbranche nahezu komplett vermarktet ist, nimmt die Stadt jetzt Planungen für den Bau eines Gesundheitscampus 2 auf.

Fördermittel aus dem Strukturfonds

Auf dem Weg dorthin hat die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WEG) als Projektbeauftragte jedenfalls die erste Hürde genommen. Das Land NRW hat signalisiert, Fördergelder aus dem Efre-Fonds, mit dem Regionen mit Entwicklungsrückständen und Strukturproblemen unterstützt werden, für die Planung des Projekts bereitzustellen. Der Gesundheitscampus 2 ist damit eines von insgesamt zehn Projekten in NRW, die mit insgesamt 18 Millionen Euro für die Planungsphase gefördert werden. Wie viel Geld auf die einzelnen Projekte entfällt, ist noch unklar.

Als möglichen Standort hat die Stadt das neun Hektar große Gelände des stillgelegten RWE-Kraftwerks Prinz Regent in Wiemelhausen ausgewählt. Gespräche dazu laufen seit geraumer Zeit. „Mit dem Beschluss, das Kraftwerk Bochum stillzulegen, ist RWE frühzeitig in Gespräche mit der Stadt Bochum eingetreten“, sagt Olaf Winter, einer der Sprecher des Energieunternehmens. „Da die Stadt Bochum mit der Bewältigung von strukturellen Veränderungen bestens vertraut ist, befinden wir uns in einem sehr engen Austausch mit der Stadt und der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft sowie potenziellen Investoren. Diese Gespräche sind sehr weit fortgeschritten.“

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) zeigt sich erfreut über die Entscheidung in Düsseldorf, ein weiteres Bochumer Großprojekt zu fördern. Er spricht von Entwicklungskosten in Höhe von etwa 20 Millionen Euro für das Projekt. Die Wirtschaftsentwicklung muss nun einen Förderantrag stellen.

Der Gesundheitscampus 1 wurde mit Mitteln des Landes NRW und der Europäischen Union erschlossen. 2008 hatte die damalige Landesregierung den Bau eines Gesundheitscampus beschlossen, 2009 war die Standortentscheidung zugunsten Bochums gefallen. Die Gesundheitsbranche gilt neben der IT-Sicherheit als wichtigstes Standbein der wirtschaftlichen Ausrichtung der Stadt.

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