Bühne

Bochum: Theaterabend stellt sich dem Grauen des Holocaust

Das freie Theater Gegendruck bringt das Stück „Die Ermittlung“ von Peter Weiss  in der Regie von Johannes Thorbecke im Kunstmuseum Bochum auf die Bühne.

Das freie Theater Gegendruck bringt das Stück „Die Ermittlung“ von Peter Weiss in der Regie von Johannes Thorbecke im Kunstmuseum Bochum auf die Bühne.

Foto: Theater Gegendruck

Bochum.  Das Theaterstück „Die Ermittlung“ von Peter Weiss ist fast 60 Jahre alt. Trotzdem ist sein Thema immer noch aktuell.

„Die Ermittlung“ gehört zu den bekanntesten Werken des Schriftstellers und Künstlers Peter Weiss (1916-1982). Nun bringt das freie Theater Gegendruck das Stück in der Regie von Johannes Thorbecke im Kunstmuseum Bochum auf die Bühne.

Gegenstand von Peter Weiss‘ 1965 uraufgeführtem „Oratoriums in elf Gesängen“ ist der Frankfurter Auschwitz-Prozess. Hier wurden von 1963 bis 1965 erstmals die Verbrechen im Vernichtungslager Auschwitz vor einem westdeutschen Gericht verhandelt; Weiss schrieb sein Dokumentarstück anhand von Presseberichten und persönlichen Besuchen der Gerichtsverhandlungen.

„Die Ermittlung“ von Peter Weiss im Kunstmuseum Bochum

In dem Drama stehen die Aussagen der Überlebenden den Rechtfertigungsversuchen der Täter gegenüber, die jede Mitschuld am Holocaust leugnen. Peter Weiss lässt die Realität des Lagers lebendig werden und erinnert an die Planer und Profiteure des NS-Massenmords. Und er fragt mit seinem Stück nach der Verpflichtung der Gesellschaft, eine Wiederholung dieser Geschehnisse zu verhindern.

>>> Info: Sonntag, 31. Oktober, 18 Uhr, Kunstmuseum, Kortumstraße 147, Eintritt: 12/erm. 8 Euro, Reservierungen unter 0234/9104230. Info: www.theater-gegendruck.de

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