Kultur und Klima

Bochum: Rotunde startet Party-Reihe: Erlös für Klimaprojekte

Awa Winkel (l.) und Anne Deutschinoff (r.) vom Verein „infantilerie“.

Awa Winkel (l.) und Anne Deutschinoff (r.) vom Verein „infantilerie“.

Foto: keindrama

Bochum-Innenstadt/Ehrenfeld.  Neue Partyreihe beginnt am Freitag (28.) in der Bochumer Rotunde. Live-Musik und DJs helfen Organisationen im Kampf gegen den Klimawandel.

Lasst Herzen schmelzen, nicht die Polkappen. Mit Kunst soll der Rotunde (Konrad-Adenauer-Platz 3), nicht aber dem weltweiten Klima eingeheizt werden. Auftakt feiert die neue Soli-Partyreihe „Melting Disco“ dort am Freitag (28.) um 20 Uhr.

Initiiert wird die „schmelzende Tanzveranstaltung“ von der „Keindrama-Gbr“. Hinter dieser stehen Awa Winkel und Anne Deutschinoff vom Verein „infantilerie“. Das junge Künstlerkollektiv macht sich seit 2019 mit Veranstaltungen und Aktionen einen Namen im Ehrenfeld und über die Bochumer Stadtgrenzen hinaus. Mit der „Prärie“ (Gilsingstraße 2, Ecke Hattinger Straße) wurde ein eigenes, vielseitig nutzbares Ladenlokal an den Start gebracht.

Zusammenarbeit ausweiten

Für das Klima wird am Freitag in der nicht weit entfernten Rotunde getanzt. Lichtkünstlerin und Veranstaltungstechnikerin Awa Winkel zu den Ursprüngen: „Anne und ich hatten die Idee, eine Soli-Partyreihe ins Leben zu rufen. Zuvor haben wir beide schon viel im Theater miteinander gearbeitet, möchten nun neue Veranstaltungsformen kreieren.“ Die freie Regie-Assistentin Anne Deutschinoff ergänzt: „Bislang war die Zusammenarbeit meist künstlerisch, jetzt sind wir eher in einer kuratorischen Position.“

Musik und Kunst verschmelzen

Die „Melting Disco“ verschmelzt dabei verschiedene künstlerische Disziplinen zu einem großen Konstrukt. Neben Konzerten und DJ-Sets werden begleitende wechselnde Installationen, Performances und Aktionen geboten. Den Auftakt macht das Bochumer Kollektiv „Bummelzug: Acht“ ab 20.30 Uhr in der großen Halle der Rotunde mit „organisch-elektronischem Sound von Live-Downbeat über Weltmusik bis House“. Im Anschluss heizen Treamol (Institut für Alles), Ænnigma (Arrow/Btnbtl) und Ulan Bataar (Coup D’ Bass) mit Funk, Elektro, World und Experimental Beats ein.

Spenden helfen Projekten

Der gesamte Eintritt der Veranstaltung, die für alle Tanzbegeisterten ab 16 Jahren ist, kommt wiederum Projekten und Organisationen zugute, die gegen Klimawandel und Erderwärmung kämpfen. Konkret können Besucher an der Abendkasse Greenpeace Bochum, Seebrücke, Fridays for Future und den Nabu Bochum unterstützen. Die Organisatorinnen empfehlen als Spende 7 Euro, der tatsächlich gewählte Betrag kann flexibel auf die Spendenboxen aufgeteilt werden.

Eintritt ab 16 Jahren

Besonders sei das Mindestalter von lediglich 16 Jahren, sagt Anne Deutschinoff: „Wir sind Teil der ‚Artists for Future‘ Bewegung, die aus ‚Fridays for Future‘ hervorgegangen ist. Da es sich um Jugendbewegungen handelt, war es uns wichtig, auch die 16-Jährigen nicht auszuschließen, sondern im Sinne des Jugendschutzes eine Lösung zu finden.“ Nach dem Konzert und einem ersten DJ-Set endet die erste „Melting Disco“ für alle noch nicht Volljährigen daher um 0 Uhr. Alle anderen tanzen und feiern weiter.

Kinder machen mit

Die begleitende Ausstellung widmet sich dem prekären Thema „Artensterben“. Dafür habe man Kinder gebeten, ihre Lieblingstiere zu malen, erzählt Awa Winkel: „Zu den fertigen Bildern werden kurze Texte verfasst, inwiefern die abgebildeten Tiere bedroht sind.“ Vorerst ist geplant, die „Melting Disco“ regelmäßig im Abstand von eineinhalb bis zwei Monaten in der Rotunde auszurichten. Je nach Resonanz könne man sich auch ein festes monatliches Event vorstellen.

Leserkommentare (3) Kommentar schreiben