Zwischenfall

Bochum: Positive Signale für die „Zwischenfall“-Brachfläche

Schandfleck: Die Brachfläche am Standort der ehemaligen Disco „Zwischenfall“ an der Ecke Ümminger Straße/Alte Bahnhofstraße in Bochum-Langendreer. Seit Jahren soll hier ein moderner Wohnkomplex gebaut werden.

Schandfleck: Die Brachfläche am Standort der ehemaligen Disco „Zwischenfall“ an der Ecke Ümminger Straße/Alte Bahnhofstraße in Bochum-Langendreer. Seit Jahren soll hier ein moderner Wohnkomplex gebaut werden.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Bochum-Langendreer.  Seit Jahren ist die Brachfläche am Standort der ehemaligen Disco „Zwischenfall“ in Bochum-Langendreer ein Ärgernis. Nun tut sich endlich was.

Endlich: Es gibt positive Signale, was die Brachfläche an der Ecke Ümminger Straße/Alte Bahnhofstraße in Bochum-Langendreer angeht. Dort, wo das Gebäude mit der Kult-DiscoZwischenfall“ stand, herrscht seit Jahren tote Hose. Der Schandfleck am Eingangstor zum Alten Bahnhof gibt keinen gute Visitenkarte für das Viertel ab. Doch nun tut sich was.

Bebauung der „Zwischenfall“-Brachfläche in Bochum-Langendreer könnte bald starten

Seit vier Jahren warten die Langendreerer darauf, dass das inzwischen wieder zugewachsene Gelände endlich bebaut wird. Nun scheint es tatsächlich bald soweit zu sein. „Wir sind sehr zuversichtlich“, sagt Stadtsprecher Peter van Dyk auf WAZ-Anfrage. „Es gibt seit September 2019 einen Bauantrag. Der ist bei uns fast durch. Es fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten.“ Die Baugenehmigung sei also in Sicht.

Wie genau die Planung für den Gebäudekomplex aussieht, mag die Stadt nicht verraten. Nur soviel: „Es ist weiterhin geplant, dass im Erdgeschoss ein Lebensmittel-Discounter mit einem Bäcker einzieht“, sagt Peter van Dyk. Nach WAZ-Informationen handelt es sich um den Netto, der vor ziemlich genau zwei Jahren aus dem Ladenlokal ein paar hundert Meter weiter die Alte Bahnhofstraße hinunter ausgezogen ist.

Oben drüber ist laut Peter van Dyk „freies Wohnen“ geplant, „mit 25 Prozent öffentlich gefördertem Wohnungsbau“. Von einem Gebäude nur mit Studentenappartements, so wie es anfangs vorgesehen war, ist mittlerweile nicht mehr die Rede.

Gebäudekomplex wird vier- bis sechsgeschossig

Vom Alten Bahnhof hochkommend wird das neue Gebäude an den aktuellen Gebäudebestand anschließen. „Dort ist es viergeschossig“, sagt Peter van Dyk. „Zur Bahnlinie bzw. Ümminger Straße hin wird es sechsgeschossig.“

Guter Dinge ist aktuell auch Carsten Dreyer, der den Grundstückseigentümer und Investor vertritt. „Es sieht wirklich gut aus. Wir sind auf einem sehr guten Weg.“ Das sah im September noch ganz anders aus. Das Bauordnungsamt habe einen Bauantrag für ein entsprechendes Gebäude aufgrund fehlender Nachweise/Unterlagen ablehnen müssen, hieß es damals aus dem Rathaus.

Offenbar Schnee von gestern. Carsten Dreyer nennt sich zwar „grundsätzlich pessimistisch“, aber jetzt ist diese Vorsicht doch sogar schon soweit gewichen, dass er ein paar weitere Einzelheiten verrät: Ja, es sind weiterhin Appartements geplant. Allerdings nicht mehr explizit für Studenten. Diese könnten natürlich trotzdem dort einziehen, wenn Interesse bestehe.

Mit „Urbanes Wohnen“ ist das Neubau-Projekt laut Carsten Dreyer überschrieben. Dabei hebt er die zentrale Lage am Alten Bahnhof hervor und den guten Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr. Die Wohnungen werden Dreyer zufolge eine Größe zwischen 40 und 80 Quadratmeter haben und barrierefrei errichtet werden. „Alle Appartements haben einen Balkon. Und oben drauf gibt es eine große Dachterrasse.“

Für Carsten Dreyer gilt die kommende Sitzung der Bezirksvertretung Ost am 2. April (16 Uhr, Sitzungssaal, Amtshaus, Carl-von-Ossietzky-Platz 2) als letzte Hürde. Dort wird er die konkreten Pläne den Lokalpolitikern vorstellen. Nickt das Gremium die Pläne ab, und davon ist auszugehen, dürften die Tage des Schandflecks am Alten Bahnhof endgültig gezählt sein.

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