Natur

Projekt „Urban Gardening“ lässt Langendreer aufblühen

Der Carl-von-Ossietzky-Platz soll schöner werden: Mitglieder der Naturfreunde Langendreer sind eifrig dabei, die grüne Wiese zu verschönern und dort Blumen und Obst anzupflanzen. Unser Bild zeigt den Auftakt im April.

Der Carl-von-Ossietzky-Platz soll schöner werden: Mitglieder der Naturfreunde Langendreer sind eifrig dabei, die grüne Wiese zu verschönern und dort Blumen und Obst anzupflanzen. Unser Bild zeigt den Auftakt im April.

Foto: Olaf Ziegler

Langendreer.   Beim Projekt „Urban Gardening“ wollen Natufreunde den sonst eher tristenCarl-von-Ossietzky-Platz schöner machen. Beete mit Blumen und Kohlrabi.

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Das naturnahe Projekt „Urban Gardening“ in Langendreer wächst weiter: Bürger legen an öffentlichen Plätzen Blumen- und Obstflächen an und gestalten damit ihren Stadtteil „bunt, duftend und essbar“. Das Projekt stößt auf viel Resonanz bei Bürgern und auf Unterstützung aus der Bezirksvertretung.

Dort, wo sonst nur grüne Wiese zu finden ist, befinden sich jetzt zwei schön angelegte Beete mit Blumen und Kohlrabi. Auf dem Carl-von-Ossietzky-Platz gegenüber dem Amtshaus in Langendreer sind seit kurzem die ersten Ergebnisse des „Urban Gardening“-Projekt zu bewundern, an dem sich bereits rund 50 Bürger beteiligen. Entstanden ist das Projekt auf Initiative der Naturfreunde Langendreer.

Nach einem Vortrag von Projektmanagerin Nicole Troesch im März wurde es konkret. „Es zeigte sich, dass viele Bürger Lust hatten, selber die Schüppe in die Hand zu nehmen“, betonte Achim Hahn aus dem Vorstand der Naturfreunde Langendreer, die ihr Naturfreundezentrum der neuen Gruppe zur Verfügung stellte.

Machen statt meckern

„Den Bürgern ist wichtig, wo sie leben und was sie umgibt“, sagte Nicole Troesch. „Als Gruppe wollen wir machen statt meckern und daher Projekte rund um Buntes, Duftendes und Essbares durchführen“. Mit Unterstützung einer Landschaftsplanerin und Gärtnerin entstand die Idee zum „Starter-Projekt“ auf dem Carl-von-Ossietzky-Platz, dessen erste Phase nun abgeschlossen ist. „Wir freuen uns über die große Resonanz zum Start des Projekt“, betonte Achim Hahn, und Nicole Troesch ergänzte: „In der Phase zwei soll nach den Sommerferien ein duftender Stadtgruß mit einem Rosen-Kräuterbeet vor dem Eingang des Amtshauses und in Phase drei mehrere Blühinseln auf dem Platz entstehen.“

Unterstützung gibt es dabei von vielen Bürgern. Einer ist Heribert Reipöler, der als „Nachbarschaftshilfe“ gerne Platz für die Unterstellung von Gerätschaften zur Pflege der Beete zur Verfügung stellt. Andere spendeten Pflanzen, Fahrzeuge und Arbeitskraft.

Startkapital vom Bezirk

„Wir hoffen, dass unser Projekt genau wie die Gärten weiter wachsen wird“, betonte Achim Hahn. Auf die Unterstützung der Politik können die Gartenfreunde zählen. Die Bezirksvertretung Ost stellte 2000 Euro Startkapital zur Verfügung. „Davon haben wir Gerätschaften und Biosamen angeschafft“, so Hahn. Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche (SPD) betonte beim Gartenfest: „Das ist ein großartiges Projekt“. Sie stellte weitere Unterstützung in Aussicht.

Für die Zukunft hat das „Urban Gardening“-Team auch schon einige Ideen und unterstützt weitere Initiativen in den Stadtteilen. „Für die Pflege der Hochbeete im Langendreer Dorf werden derzeit Paten gesucht“, sagte Nicole Troesch. „Langfristig können wir uns auch das Anlegen einer Streuobstwiese im Langendreer Volkspark vorstellen“, meinte Achim Hahn.

Projekt sucht noch Mitstreiter

Wer Interesse hat, das Projekt „Urban Gardening“ zu unterstützen, kann sich in eine E-Mailliste eintragen lassen und erhält dann weitere Informationen sowie die nächsten Termine zugesandt.

Bitte eine E-Mail an:
ug.langendreer@gmail.com
Die Gruppe trifft sich montags ab 19:30 Uhr entweder auf dem Carl-von-Ossietzky-Platz oder im Naturfreunde-Zentrum (Alte Bahnhofsstraße 175).


Nähere Informationen finden sich auch im Internet:
www.naturfreundezentrum.de

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