FDP-Reaktion auf Thüringen

FDP: Haltt lehnt Zusammenarbeit mit AfD ab

West-östliche Zusammenarbeit: V.l. Claus Peter Roßberg, Kreisvorsitzender der FDP Nordhausen; Olaf in der Beek MdB, Kreisvorsitzender der FDP Bochum; Felix Haltt, Vorsitzender der Bochumer Ratsfraktion "FDP & Stadtgestalter"; Manuel Thume, Vorsitzender der Nordhäuser FDP-Ratsfraktion. Die Bochumer FPD-Leute unterstützten ihre Parteifreunde beim Wahlkampf in Thüringen.

West-östliche Zusammenarbeit: V.l. Claus Peter Roßberg, Kreisvorsitzender der FDP Nordhausen; Olaf in der Beek MdB, Kreisvorsitzender der FDP Bochum; Felix Haltt, Vorsitzender der Bochumer Ratsfraktion "FDP & Stadtgestalter"; Manuel Thume, Vorsitzender der Nordhäuser FDP-Ratsfraktion. Die Bochumer FPD-Leute unterstützten ihre Parteifreunde beim Wahlkampf in Thüringen.

Foto: FDP

Zu einem lokalen Nachbeben führt die politische Sensation von Erfurt auch in Bochum. Es ist deutlich, dass die Parteien im Wahlkampfmodus sind.

Der Oberbürgermeisterkandidat der Bochumer Freien Demokraten, Felix Haltt, will erst einmal „schauen, wie das in Thüringen konkret gelaufen ist“, bevor er sich ausführlicher zur Wahl von FDP-Landeschef Thomas Kemmerich mit den Stimmen von CDU und der Höcke-AfD zum Ministerpräsidenten äußere. Für Felix Haltt sei dieser Vorgang aber zuallererst „eine Trickserei der AfD“.

Doch Haltt betont, dass es jetzt darauf ankomme, was man mit dieser Situation anfängt. Auf die Frage, wie er es vor Ort in Bochum mit der AfD halte, antwortet er: „Für mich persönlich ist klar. Es wird hier in Bochum von uns keine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit der AfD geben.“ Auf die hypothetische Frage (da der Oberbürgermeister nicht im Rat gewählt wird), ob er sich auch mit den Stimmen der AfD in Bochum zum Oberbürgermeister wählen lassen würde, antwortete er nicht: „Das ist eine typische Journalistenfrage.“

Der Bochumer FDP-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Olaf in der Beek ergänzt dazu: „Da kann jetzt niemand in Euphorie verfallen. Dieses Ergebnis ist natürlich kompliziert. Aber wenn es keine Einigung zwischen den bürgerlichen Parteien gibt, dann wären doch Neuwahlen ein gangbarer Weg.“

Der Kreisvorsitzende und OB-Kandidat der CDU, Christian Haardt, erinnert daran, dass es von der CDU eine ganz klare Absprache gebe, dass es keinerlei Zusammenarbeit weder mit der Linkspartei noch mit der AfD geben könne. „Und dabei bleibt es auch“

Wenn jedoch jetzt von bestimmter Seite von einem „Tabubruch“ die Rede sei, kontert Haardt: „Den Tabubruch hat es in Thüringen bereits vorher gegeben. Dort hat die SPD die SED-Nachfolgepartei und einen Linksfaschisten unterstützt.“

Genau andersherum sieht der Bochumer Bundestagsabgeordnete Axel Schäfer (SPD) diesen Tabubruch: „Ich sage nur: CDU und FDP paktieren mit Rechtsradikalen. Das ist doch dort ganz klar vorbereitet worden.“

Die Spitze der Bochumer Grünen äußerte sich am Mittwochabend ebenfalls zum Thema Thüringen: „Dies ist ein absoluter Dammbruch für unsere Demokratie“, sagt Thea Jacobs, Sprecherin der Bochumer Grünen.„Damit haben CDU und FDP in Thüringen bewiesen, dass sie für das Erlangen von Macht mit Faschisten zusammenarbeitet“, kritisiert Sebastian Pewny, Spitzenkandidat der Grünen in Bochum.

Leserkommentare (3) Kommentar schreiben