Freie Szene

BO-Biennale erlebt im Jahr 2019 eine Neuauflage

Kulturelles Klassentreffen im Haus der Stadtwerke, rechts Bürgermeisterin Platzmann-Scholten.

Kulturelles Klassentreffen im Haus der Stadtwerke, rechts Bürgermeisterin Platzmann-Scholten.

Foto: Ingo Otto

Bochum.   Die Finanzierung der BO-Biennale ist dank einer Förderzusage der Stadtwerke gesichert. Eine Dokumentation bezeugt den Erfolg der Premiere 2017.

Dass die BO-Biennale im letzten Jahr ein voller Erfolg war, weiß jeder, der dabei war. Für alle anderen gibt’s das jetzt auch schriftlich. Am Dienstag wurde eine ansprechend gestaltete Dokumentation vorgestellt, die an die Highlights, die Macher/innen und die Zielrichtung dieses besonderen Kunst-Festivals erinnert.

Die BO-Biennale bietet nicht den „großen“ Bochumer Kultureinrichtungen, sondern der freien Szene eine Spielwiese.

Einzigartige Kooperation

Im Haus der Stadtwerke am Ostring hatte sich ein bunter Mix der „Freien“ zum kulturellen Klassentreffen versammelt. Die Örtlichkeit war nicht von Ungefähr gewählt, denn der Energieversorger ist neben der Stadt der wichtigste Geldgeber des Festivals. Die BO-Biennale ist ein Stadtwerke-„Zukunftsprojekt“; die Fördersumme beträgt satte 40 000 Euro. Und auch besagte Dokumentation kam mit Unterstützung des städtischen Tochterunternehmens zustande.

Entsprechend warm fielen die Dankesworte aus. Annette Helmstädter vom Biennale-Organisationsteam stellte in ihrer Ansprache die Fördermittel, aber auch die besonderen Leistungen der „Freien“ während des Festivals heraus: „Hier waren alle bis an die Grenzen und darüber hinaus gefordert.“ Helmstädter sprach von den „spannenden künstlerischen Ideen“, die diese „einzigartige Kooperation von Sparten, Orten und Gästen“ hervorgebracht habe.

Bochum unter den Kommunen einzigartig

Für die Stadt war, neben vielen Lokalpolitikern, Bürgermeisterin Astrid Platzmann-Scholten (Grüne) zugegen. Sie fügte an, dass auch die Stadt durch finanzielle und ideelle Unterstützung ihren Anteil am Gelingen hatte. Und dass das Engagement fortgesetzt werden soll: „Was Bochum insgesamt für die freie Szene leistet, ist unter den Kommunen in Deutschland einzigartig.“ Man werde die BO-Biennale auch bei der Neuauflage im übernächsten Sommer nach Kräften unterstützen.

Das war vielleicht die beste Nachricht des Abends, denn das Festival wird definitiv wiederholt. Für die Biennale 2019 stehen aus dem Topf der Projektförderung erneut Stadtwerke-Gelder zur Verfügung, so dass die Basis fürs Weitermachen gesichert ist. Was mit viel Applaus quittiert wurde.

Bedeutung der freien Szene betonen

Die erste BO-Biennale fand vom 8. bis 16. Juni 2017 statt, die Idee für das genreübergreifende Festival war am regelmäßig tagenden Bochumer „Kulturstammtisch“ entstanden. Grundsätzlich geht es darum, die Bedeutung gerade der freien Kultur zu betonen. Und zwar auf niedriger Einstiegsschwelle: Clou des Festival war die „Kunstmeile“, die Kreative auf dem auch von vielen Passanten genutzten Springorum-Radweg eingerichtet hatten. Hier konnte man so ungezwungen wie hautnah mit Kunst & Kultur in Kontakt treten.

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