Kunst

Beim Kunstcamp entdecken junge Kreative ihre Talente

Bochums Kulturdezernent Dietmar Dieckmann und Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel (von links) besuchen den Graffiti-Workshop im Kunstcamp.

Bochums Kulturdezernent Dietmar Dieckmann und Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel (von links) besuchen den Graffiti-Workshop im Kunstcamp.

Foto: RVR

Bochum.  80 Jugendliche aus zehn Städten machen beim ersten Camp des Regionalverbands mit. Von Schauspiel bis Breakdance: Die Spielformen sind groß.

Das erste Kunstcamp des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ist mit einer feierlichen Abschlusspräsentation auf der KAP-Bühne im Bermuda-Dreieck zu Ende gegangen. Zuvor haben mehr als 80 Jugendliche aus zehn Städten des Ruhrgebiets eine Woche lang überall im Viktoriaquartier geprobt und trainiert. Auf dem Programm standen ganz unterschiedliche Spielformen wie Schauspiel, Breakdance, Hip-Hop, Graffiti, Zeichnen, Poerty Slam, Gesang und das Erlernen klassischer instrumentaler Musik.

Unterstützt wurden sie dabei von erfahrenen Künstlern wie dem Schauspieler Till Beckmann, dem Hip-Hop-Tänzer Niels „Storm“ Robitzky, der Sängerin Isabelle Pabst und dem Pianisten Kai Schumacher. Übernachtet haben die Teilnehmer in der Jugendherberge im Bermuda-Dreieck.

Mit diesem neuen Angebot will der Regionalverband jungen Kreativen aus der Metropole Ruhr die Möglichkeit geben, sich künstlerisch weiterzuentwickeln. „Ich bin mir sicher, dass die jungen Menschen in der Kunstcamp-Woche viel gelernt haben, was sie für ihren Berufs- und Lebensweg positiv motivieren wird“, sagt RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel. „Mit dieser Projektwoche wollen wir junge, talentierte Menschen zusammenbringen und ihr künstlerisches Schaffen erweitern.“

Vorträge, Seminare und Workshops

80 Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren machten beim ersten Kunstcamp mit. Neben den Workshops in diversen künstlerischen Disziplinen standen auch Seminare zu Marketing, sozialen Medien und digitalen Künsten auf dem Programm. Vorträge von Dozenten der Folkwang-Uni und der Ruhr-Uni sowie der TU Dortmund rundeten das breitgefächerte Angebot ab.

Für die Stadtverwaltung beobachtete Kulturdezernent Dietmar Dieckmann das Geschehen aus nächster Nähe. „Ich freue mich ganz besonders, dass Bochum mit seinen vielfältigen Kultureinrichtungen zum Austragungsort der ersten Auflage dieses tollen Projekts geworden ist“, meint er. „Besonders begeistert mich, dass hier nicht wie so häufig nur eine Sparte im Vordergrund steht, sondern die Themen und Talente bunt gemischt sind.“

Nach dem großen Erfolg in diesem Jahr soll das Kunstcamp voraussichtlich 2021 fortgesetzt werden: „Wir sind gerade dabei, die Finanzierung auf die Beine zu stellen“, sagt RVR-Sprecherin Barbara Klask. „Wenn alles klappt, dann können wir in zwei Jahren das nächste Camp anbieten.“ Zuvor ist geplant, Workshops mit einigen der Kooperationspartnern wie etwa der Herner Tanzgruppe Pottporus durchzuführen. Ab wann man sich fürs nächste Kunstcamp anmelden kann, steht noch nicht fest.

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