Sperrung

Bagger drohte in Wattenscheid von Haus zu stürzen

Dieser Bagger drohte vom Haus zu stürzen.

Dieser Bagger drohte vom Haus zu stürzen.

Foto: Uli Kolmann

Bochum-Wattenscheid.  Bei Abbrucharbeiten in Bochum-Wattenscheid drohte ein Bagger von einem Haus zu stürzen. Die Sperrung der Westenfelder Straße ist aufgehoben.

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Kein Durchkommen an der Westenfelder Straße am gestrigen Dienstag: Bei Abbrucharbeiten an einer seit Jahren leerstehenden Gaststätte stürzte unversehens ein Teil des Erdgeschoss-Mauerwerks ein, ein 20 Tonnen schwerer Bagger kam auf dem angehäuften Bauschutt ins Rutschen und drohte einige Meter tief abzustürzen.

Marcus Schroeder, Einsatzleiter der Feuerwehr, zeigte sich erleichtert, dass der Baggerführer offenbar geistesgegenwärtig und im letzten Moment den Greifarm ausgefahren hatte und so das Fahrzeug auf einer noch standfesten Mauerkrone an der Straßenseite abgefangen hatte. Außerdem hatte der Arbeiter sich noch rechtzeitig aus der Führerkabine retten können, Personen kamen so nicht zu Schaden.

Kaum weniger schnell als Polizei und Feuerwehr, die gegen 12.20 Uhr alarmiert wurden, waren auch schon zwei Autokran-Lastwagen einer Spezialfirma aus Dortmund vor Ort eingetroffen, um umgehend die Bergung des havarierten Baggers immerhin in Höhe des ersten Stockwerkes einzuleiten.

Die Westenfelder Straße sperrte die Polizei zwischen der Bahnhofstraße und der Hardenbergstraße in beiden Richtungen ab. Auch auf den Seitenstraßen war keine Durchfahrt mehr möglich, die Bogestra-Busse wurden über die Hochstraße geschickt.

Platz zum Rangieren geschaffen

Zunächst konnten selbst die Anwohner der näheren Umgebung nicht mehr zu ihren Wohnungen kommen, weil die Mitarbeiter der Stadtwerke von Hubsteigern aus die Leitungen für die Straßenbeleuchtung abnehmen mussten. Denn die beiden riesigen 200-Tonnen-Autokräne benötigten in dem dicht bebauten Bereich und nah an den Straßenbäumen Platz zum Rangieren, um den Bagger an den Haken nehmen und sichern zu können.

Während der aufwändigen Vorbereitungen waren immer wieder Staubwolken aus dem Schuttberg unter der Raupenkette zu sehen, die fast zur Hälfte in der Luft hing. Doch die Sicherheit für alle Beteiligten ging vor, und daher mussten die Autokräne auf der Gegenseite mit tonnenschweren Ballast-Platten im Gleichgewicht gehalten werden. Erst dann konnten von einem Hubsteiger aus Ketten an zwei Ösen des Unfall-Baggers und am Greifarm angebracht werden.

Hatten die Kranführer schon Fingerspitzengefühlt bewiesen, als sie ihre Ausleger in Position schwenkten, so gelang es ihnen schließlich mit ganz allmählichem Straffen der Ketten, den Bagger wieder ins Gleichgewicht zu hieven und schließlich neben der Hausruine wieder auf den sicheren Erdboden abzusetzen.

>>> Heißer Kaffee von den Nachbarn gegen die Kälte

  • Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt zeigten sich die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und der Dortmunder Baukran-Firma dankbar, dass die mitleidigen Anwohner sie mit heißem Kaffee und süßen Schoko-Snacks versorgten.
  • Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten gegen 16.40 Uhr endlich wieder abrücken.
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