Ermittlungen

Autorennen: Bochumer sollen Sportwagen dauerhaft abgeben

Mit bis zu 200 Kilometern pro Stunde (hier ein Symbolbild) sollen die Beschuldigten durch die Stadt gerast sein.

Mit bis zu 200 Kilometern pro Stunde (hier ein Symbolbild) sollen die Beschuldigten durch die Stadt gerast sein.

Foto: Frank Rumpenhorst

Bochum.   Zwei Sportwagenfahrer sollen wegen eines illegalen Rennens für immer ihre Fahrzeuge abgeben. Das ist das Ziel der Staatsanwaltschaft.

Die beiden Bochumer, die sich in der Nacht zum 31. März (Sonntag) mit zwei 450-PS-Sportwagen ein lebensgefährliches Autorennen geliefert haben sollen, müssen befürchten, dass sie ihre Fahrzeuge für immer abgeben müssen. „Die Staatsanwaltschaft verbindet mit dem Verfahren das Ziel der dauerhaften Einziehung beider Fahrzeuge“, sagte Oberstaatsanwalt Paul Jansen am Montag auf WAZ-Anfrage. Die Autos – ein Mercedes GT AMG und ein Jaguar F-Type – kämen dann als „Tatmittel“ in Staatsbesitz.

„Im Zick-Zack überholten sie rücksichtslos unbeteiligte Autos“

Die 27 und 30 Jahre alten Bochumer waren laut Polizei gegen 0.25 Uhr an der Alleestraße mit durchdrehenden Reifen gestartet und waren dann über die Essener Straße gerast. „Im Zick-Zack überholten sie rücksichtslos unbeteiligte Autos und bremsten andere aus.“ In der Stephanstraße, einer Seitenstraße des Wattenscheider Hellwegs, konnten sie von einer Streifenwagenbesatzung angehalten werden. Die Beamten haben das Rennen mit einer Kamera am Innen-Rückspiegel gefilmt.

Seitdem stehen die Sportwagen bei der Polizei. Ermittelt wird wegen des neuen § 315 d des Strafgesetzbuches: „Verbotene Kraftfahrzeugrennen.“ Beiden Fahrern droht ein Prozess. Möglich sind bis zu fünf Jahren Haft.

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