Bei Sondierungsarbeiten in Bochum-Hiltrop ist am Mittwoch an der Straße „In der Grume“ eine amerikanische 500-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Das teilt die Stadt mit. Der Blindgänger muss im Laufe des Tages entschärft werden. Unser Live-Ticker.

Bombe in Bochum: Das Wichtigste in Kürze

  • In Bochum-Hiltrop wurde am Mittwoch eine amerikanische 500-Kilogramm-Fliegerbombe entschärft.
  • Rund 2300 Bewohnerinnen und Bewohner mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Auch ein Teilstück der A43 wurde gesperrt.
  • Für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner gab es eine Betreuungsstelle im Schulzentrum Gerthe , Heinrichstraße 2.
Bewohnerinnen und Bewohner, die in diesem Radius leben, mussten am Mittwoch evakuiert werden.
Bewohnerinnen und Bewohner, die in diesem Radius leben, mussten am Mittwoch evakuiert werden.© Stadt Bochum

22.15 Uhr: „250 Einsatzkräfte des Arbeiter-Samariter-Bunds Bochum e.V. (ASB), des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter, der Malteser, des Technischen Hilfswerks, der Polizei, der Bogestra, des Kampfmittelräumdienstes, der freiwilligen Feuerwehr sowie zwei Notfallseelsorger waren in Bochum-Hiltrop im Einsatz“, schreibt die Stadt Bochum in ihrem Abschlussbericht. Erneut beteiligt waren bei den Evakuierungsmaßnahmen die ASB-Drohnenstaffel sowie die Warnfahrzeuge der Feuerwehr Bochum. 40 Hilfskräfte aus Dortmund und dem Ennepe-Ruhr-Kreis wurden hinzugezogen, um bei den Transporten der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern zu helfen.

Von den etwa 2300 Anwohnerinnen und Anwohnern, die kurzfristig ihre Wohnungen und Häuser verlassen mussten, nahmen 215 das Angebot der Betreuungsstelle im Schulzentrum Gerthe wahr. Sie wurden dort von Helfern versorgt. 311 Anrufe hat die Bürgerhotline der Stadt im Laufe des Tages beantwortet.

Mit diesem Fazit beschließen wir unseren Live-Ticker.

20.40 Uhr: Die Bombe in Bochum-Hiltrop ist entschärft. „Es ist alles glatt verlaufen“, so Bochums Stadtsprecherin Sarah Schmuttermair. Die Sperrung auf dem A43-Abschnitt ist aufgehoben, der Verkehr fließt wieder. Bis zu 2300 evakuierte Anwohnerinnen und Anwohner können wieder zurück in ihre Wohnungen.

20.00 Uhr: Die Entschärfung der Bombe beginnt. Seit 19.15 Uhr die Autobahn 43 zwischen Riemke und Kreuz Bochum gesperrt.

18.55 Uhr: Die Evakuierung von 2300 Anwohnerinnen und Anwohnern ist abgeschlossen. Um 19.15 Uhr wird der Autobahnabschnitt auf der A43 zwischen der Anschlussstelle Bochum Riemke und Kreuz Bochum gesperrt. Kurz darauf soll die Entschärfung der Bombe beginnen.

18.20 Uhr: Nach vorsichtigen Schätzungen der Stadt kann die Bombenentschärfung zwischen 19 und 19.30 Uhr beginnen. Dann würde auch die A43 auf dem Autobahnabschnitt zwischen der Anschlussstelle Riemke und dem Kreuz Bochum gesperrt werden. Bislang läuft die Evakuierung von Anwohnerinnen und Anwohnern reibungslos.

17.35 Uhr: Die ersten drei von insgesamt acht Räumgruppen im Evakuierungsgebiet haben ihre Aufgabe erfolgreich beendet. Alle Anwohner in diesen Bereichen haben ihre Wohnungen und Häuser bereits verlassen. In den anderen fünf Bereichen läuft die Evakuierung noch.

16.30 Uhr: Zur Sperrung der Autobahn gibt es nun weitere Details. Auf der A43 soll, sobald die Entschärfung beginnt, am Kreuz Bochum in Fahrtrichtung Münster gesperrt werden, in die Gegenrichtung ab Bochum-Riemke. Die Fahrzeuge sollen auf die A40 umgeleitet werden.

Acht Räum-Gruppen sind aktuell im Gebiet unterwegs, das in diesen Minuten evakuiert wird – unterstützt von der Drohnenstaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Warnfahrzeuge der Feuerwehr informieren zudem Anwohnerinnen und Anwohner. „Die Evakuierung der Anwohnerinnen und Anwohner läuft planmäßig“, so Sarah Schmuttermair von der Stadt Bochum. Die Hotline, an die sich Betroffene wenden können, würde rege genutzt.

Für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner gibt es eine Betreuungsstelle im Schulzentrum Gerthe.
Für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner gibt es eine Betreuungsstelle im Schulzentrum Gerthe.© Stadt Bochum | Sarah Schmuttermair

15 Uhr: Ab 15.30 Uhr beginnt die Evakuierung der Anwohnerinnen und Anwohner, die Polizei sperrt dann die Zuwege. Vor Beginn der Sondierung hatte die Stadt Bochum aufgrund der Signalstärke mit einer kleineren Bombe gerechnet. Das hätte bedeutet, dass deutlich weniger Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen. „Dass die Anwohnerinnen und Anwohner nicht vorinformiert waren, macht es etwas schwieriger“, sagt Sarah Schmuttermair, Sprecherin der Stadt Bochum, mit Blick auf die Evakuierung.

Die Autobahn A43 in Hiltrop werde erst kurz bevor die Entschärfung beginnt, gesperrt. Welcher Bereich ganz genau betroffen sein wird, lege die Autobahnpolizei derzeit noch fest.

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12 Uhr: Rund 2300 Bewohnerinnen und Bewohner müssen in einem Sicherheitsabstand von 500 Metern um die Bombe ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Betroffen sind 514 Adressen, darunter auch Seniorenheime. Die Evakuierung beginnt voraussichtlich ab 15 Uhr. Für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner wird eine Betreuungsstelle im Schulzentrum Gerthe eingerichtet, so die Stadt weiter.

Bombenentschärfungen - Fragen und Antworten zum Thema
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    Für den Zeitraum der tatsächlichen Entschärfung muss auch ein Teilstück der A43 gesperrt werden. Aufgrund des zu sperrenden Radius‘ empfiehlt die Stadt Bochum, den Bereich Hiltrop weiträumig zu umfahren.

    Erst vergangene Woche, am Dienstag, 28. Mai, war eine 250-Kilo-Bombe an der Overdyker Straße/Untere Heidestraße in Hamme erfolgreich entschärft worden.