Die Krötensaison beginnt: Ab dem 22. Februar startet die Stadt Bochum mit ihren Schutzmaßnahmen für die Tiere. Viele Amphibien begeben sich auf Hochzeitsreise, um Ablageorte für ihren Laich zu finden. Oftmals müssen Kröten und Frösche beim Überqueren der Straße ihr Leben lassen. Das versucht die Stadt mit Sperrungen, Zäunen und Tunneln zu verhindern. Die Aktionen dauern bis zum 4. April an.
Straßen werden für die Kröten gesperrt
Die Stadt sperrt zum Schutz der Amphibien einige Straßenabschnitte, die Sperrungen gelten allerdings nur nachts. So ist die Durchfahrt am Wiesenthal zwischen 19.30 Uhr und 6 Uhr sowie an der Brüggeneystraße verboten. Hinzu kommt ein Stück der Blankensteinerstraße zwischen Am Varenholt und Rauendahlstraße, das von 19 bis 6 Uhr gesperrt ist. Die Rauendahlstraße darf ab 19 Uhr nicht mehr befahren werden. Auf Höhe des ehemaligen Wasserwerks ist sie sogar ganztägig gesperrt. Ebenfalls von 19 bis 6 Uhr unbefahrbar sind die Stembergstraße und der Weg am Kötterberg.
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Naturschutzverein stellt mit der Stadt zusammen Schutzäune auf
Zur Sicherheit der Kröten werden Schutzzäune aufgestellt. Dabei helfen Stadt und Naturschutzvereine. Der Bochumer Arbeitskreis AkU hat am Samstag zusammen mit einigen Helfern entlang der Brockhauser Straße bereits Schutzanlagen aufgestellt. Die 50 Zentimeter hohen Zäune seien nicht nur zum Schutz der Kröten gedacht, sondern für alle Amphibien, die sich im Frühjahr auf Wanderung begeben, so Ingo Franke, Vorsitzender des Naturschutzvereins.

Auf der Seite, auf der die Kröten ihre Reise beginnen, seien ebenerdig Fangeimer eingegraben worden. Beim Versuch, die Zäune zu umgehen, würden die Amphibien in die Eimer fallen. Diese würden einmal pro Tag geleert, so Franke. Die gesammelten Kröten setzen Unterstützer anschließend auf der gegenüberliegenden Straßenseite wieder aus.
Weitere Amphibienschutzzäune stellt die Stadt mithilfe der Naturschutzvereine AkU, BUND und Nabu auf. Unter anderem wird ein Teil der Springorumtrasse gesichert. Von der Brücke, die über die A448 führt, bis zur Königsallee wird ein Zaun beim Rad- und Fußweg aufgestellt. Weitere Standorte:
- Am Bliestollen
- Am Neuen Kamp
- Am Vahrenholt
- Brockhauser Sraße
- Gräfin-Imma-Straße
- Günnigfelderstraße
- Stembergstraße
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Schilder weisen auf Krötenwanderung hin
Zur Sicherheit der reisenden Amphibien stellt die Straßenverkehrsbehörde Schilder auf. An diesen Stellen sollten Verkehrsteilnehmer nicht schneller als 30 Kilometer pro Stunde fahren, denn Kröten sterben häufig schon am starken Luftzug schnell fahrender Fahrzeuge.
Lange Zeit wurden Straßen wie die im Lottenthal für mehrere Wochen voll gesperrt. An diesen Standorten wurden sogenannte Krötentunnel gebaut, die Einschränkungen des Straßenverkehrs vermeiden. Durch ein Gitter fallen die Kröten in ein Leitsystem, das unter der Straße herführt. Der Tunnel führt die Amphibien auf der anderen Straßenseite wieder heraus. Weitere Schutztunnel sind geplant, um Sperrungen und Umleitungen in Zukunft zu verhindern.

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Es werden noch freiwillige Helfer gesucht
Wer Lust hat, beim Aufbau der Schutzzäune und beim Retten der Tiere zu helfen, kann sich an die genannten Naturschutzvereine wenden. Ebenfalls kann per Mail Kontakt aufgenommen werden (amphibienschutz-bochum@gmx.de) oder telefonisch unter der Nummer 0234/66444.


